Es war Josef Pingolds Schwägerin Gunda, die alle Aufgaben rund um den Erhalt und die Pflege der Kapelle auf mehrere Schultern verteilen wollte und daraufhin im Jahr 2003 den Kapellenverein ins Leben rief. Pfarrer Josef Pingold war von Anfang an dabei, nicht nur als geistlicher Beistand, sondern er war auch derjenige, der den Verein zunächst juristisch sicher auf die Beine stellte und den Schutzengel segnete.

„Als gebürtiger Lillinger hat sich Josef Pingold um die Kapelle und die Lindengruppe gesorgt. Das lag ihm am Herzen“, betonte Elise Britting in ihrer Laudatio.

Entstehung der Kapelle dokumentiert

Die Lindengruppe ist das markante Merkmal und Naturdenkmal an der Kapelle. Als dort eine Linde einem Pilz zum Opfer fiel, war es Josef Pingold, der die neue Linde segnete.

Aber Josef Pingolds Wirken reichte weiter: „Er hat die Entstehungsgeschichte der Kapelle dokumentiert und einen Flyer geschaffen“, betonte Britting. Nach der Innenrenovierung wurden die Gemälde der Kapelle in diesem Flyer beschrieben. Das hat Josef Pingold übernommen. Mit seinem Wissen und den anschaulichen Beschreibungen brachte er den Menschen die Kapelle näher.

Seit einem Jahr steht eine Kulturtafel vor der Kapelle. „Josef Pingold hat dafür alle wesentlichen Fakten zusammengefasst“, lobte die Vereinsvorsitzende .

Pfarrer Andreas Hornung als Nachfolger

Sogar eine ökumenische Maiandacht wurde mit Pfarrer Pingold in der Kapelle gefeiert. Elise Britting dankte Pfarrer Pingold für die Handschrift, die er an der Kapelle hinterlassen habe, sowie für deren Erhalt und Fortbestehen.

Pfarrer Andreas Hornung wird Nachfolger und somit geistlicher Beistand des Kapellenvereins. „ Pfarrer Pingold verstand es, mit seinen Gottesdiensten und seinen Andachten in der Kapelle die Menschen einzubinden“, lobte Hornung, der dem Jubilar zugleich für sein Wirken und die Forschung über die Kapelle dankte.