Zum Bericht „Gibt es eine Freibadsaison?“ vom 7. Mai:

Es sind wieder Ferien – auf geht’s zu Oma in die Fränkische. Wie jedes Jahr ist der Besuch im Höhenschwimmbad Gößweinstein ein Pflichttermin.

Die ganze Familie zieht es ins Naturbad . Auch wenn die Temperaturen momentan nicht zum Baden einladen, freuen wir uns doch immer auf diesen schönen Flecken Erde, die netten Begegnungen, einen Kaffee oder ein Eis. Doch dieses Jahr stehen wir vor verschlossenen Türen.

Wir spitzen durch die Hecken, sehen ungemähte Liegewiesen, verwilderte Zugänge – ein Bad im Dornröschenschlaf. Unsere Mädchen fragen uns: Was ist los mit dem Bad?, das auch ihr Opa „Joggl“ vor nur wenigen Jahren mit viel Liebe, Zeit und Kreativität wiederbelebt hat. Liegt es an Corona? Andere Bäder öffnen doch auch. Sind die Wetterprognosen so schlimm, dass eine Öffnung in diesem Jahr schon jetzt ausgeschlossen ist? Sind es fehlende Mittel? Kann eigentlich nicht sein, wenn sich die Mehrkosten der Feuerwehrhäuser auf circa 130 000 Euro belaufen.

Wir haben hier jedes Jahr Familien getroffen, die die spaßbadbefreite Atmosphäre genossen haben, deren Kinder hier die ersten Schwimmzüge gemacht und eine unvergessliche Urlaubszeit verlebt haben. Wir hoffen auf einen Prinzen (es darf auch gerne eine Prinzessin sein), der/die das Bad aus dem Dornröschenschlaf holt.

Markus Kränzlein

Wasserburg am Inn