„Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit !“ lautet das Motto der diesjährigen europäischen Woche der Abfallvermeidung , über die das Landratsamt Forchheim berichtet. Es kürt in diesem Zusammenhang Firmen, welche die Abfallvermeidung im Arbeitsalltag verinnerlicht haben.

Die Rechtsgebiete des Wirtschafts- und Steuerrechts sind üblicherweise mit großen Aktenumfängen wie Verträgen, Bilanzen, Berichten, Gutachten verbunden. Das Thema umweltorientierte Kanzleiführung war Thomas Mönius schon immer ein großes Anliegen und führte dazu, dass seine Kanzlei deutschlandweit als erste Rechtsanwaltskanzlei im Qualitätsverbund umweltbewusste Betriebe zertifiziert wurde.

Dass Umweltbewusstsein und Ökonomie oftmals Hand in Hand gehen, zeigte sich unmittelbar, als die Sachkosten um elf Prozent sanken. Der Ansatz besteht in der Digitalisierung und der Vermeidung von Mehrfachkopien durch koordinierte kanzleiübergreifende Akteneinsichten und abgestimmtes Scannen.

Anfang der Nullerjahre verdoppelten sich jährlich die Papiermengen. Um einer weiteren Steigerung entgegenzutreten, musste ein Paradigmenwandel erfolgen – weg vom Papier hin zur elektronischen Aktenführung. Wurden 2006 noch 120 000 Blatt Papier benötigt, so konnten diese Mengen bis 2017 auf 60 000 Blatt halbiert werden. Durch die Einführung der E-Akte schrumpfte diese Menge nochmals auf wenige Tausend Blatt pro Jahr.

Die Vorgehensweise und die daraus resultierende Einsparung an Abfall, aber auch an Materialkosten haben die Jury überzeugt. Die weiteren Plätze belegten die Popp GmbH & Co.KG aus Forchheim und das Bauunternehmen Walter aus Burggaillenreuth. Die Abfallwirtschaft des Landratsamtes Forchheim dankt den teilnehmenden Firmen für ihre kreativen Ideen zur Abfallvermeidung mit weiteren Preisgeldern und Urkunden.

Doch welche weiteren Einsparmöglichkeiten haben Firmen? Um nicht nur Abfall, sondern auch Geld zu sparen, lohnt es sich, die Prozessabläufe zu optimieren. Durch vorausschauendes Planen können Materialverschnitt oder Stanzabfälle reduziert bzw. vermieden werden. Darüber hinaus können z.B. Holzabfälle thermisch genutzt werden.

Und Firmeninhabern, die noch kein Weihnachtsgeschenk haben, macht das Landratsamt einen Vorschlag: Jeder kennt die morgendlichen Kaffeeschlangen beim Bäcker. Abgefüllt wird meistens in Einwegbechern, die nach einigen Minuten des Genusses im Müll landen. Diese Unmengen an Müll könnten mit einem Mehrwegbecher vermieden werden – mit dem Logo der Firma. red