Zum Artikel „ Forchheim braucht den Klima-Knall“ und Kommentar dazu:

Professor Miosga erwähnt als eines der Kennzeichen von Kommunen, die den Ernst der Klima-Lage erkannt haben, die Einrichtung einer Stabsstelle, direkt beim Bürgermeister oder der Bürgermeisterin angesiedelt und mit der Macht ausgestattet, in alle betroffenen Ressorts „hineinzuregieren“. Dem kann man nur mit Nachdruck zustimmen und hört auch erfreut die dazu bestehende Planung in Forchheim . Auch dass eigentlich schon seit 2008 vieles hätte geleistet werden können, stimmt so, lässt sich aber im Nachhinein genauso wenig ändern wie die teils kon­traproduktive Meinungsführerschaft in politischen Gremien oder städtischen Betrieben sowie historische und aktuelle Bremsermentalitäten von Mandatsträgern. Demokratie ist eben manchmal mühselig.

Nicht mehr ganz so nachvollziehbar erscheint dann aber, Forchheim zu empfehlen, „sofort loszumarschieren“ und nicht auf die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts zu warten. Aktionen nach dem vielfach in Unternehmen „erprobten“ (oder soll man besser sagen: durchlittenen?) Konzept der Konzeptlosigkeit münden nur allzu oft im Desaster (finanziell, strukturell und motivationstechnisch) und beschädigen eine Stabsstelle, noch bevor sie überhaupt zum Einsatz kommt. Klar klingt es gut, wenn man erst mal Geld in die Hand nimmt (für wen, für was, wie viel, wie lange?), aber so wird aus „ Forchheim braucht den Klima-Knall“ eine kleine Knallerbse mit dem Plopp.

Rainer Kornalik, Forchheim