Das Erzbistum Bamberg und seine Jugendbildungsstätte Burg Feuerstein legen gemeinsam mit dem Energieanbieter Eon einen Zukunftswald aus 2400 klimatoleranteren Bäumen im oberfränkischen Ebermannstadt an. Das Besondere: Die im Pilotversuch gepflanzten Baumarten sollen für die Herausforderungen des Klimawandels besser gerüstet sein als die dort bisher heimischen Baumarten . Atlas- und Libanonzeder, Speierling, Feldahorn und Baumhasel stammen aus trockeneren Gegenden und sind somit resistenter gegen Trockenperioden. Das Projekt im kirchlichen Forst der Burg Feuerstein soll helfen, einen gesunden Mischwald auch in Zukunft zu erhalten. Das ist auch im Einsatz gegen den Klimawandel wichtig, denn Bäume binden CO 2 langfristig. Der Wald in Deutschland entlastet die Erde jährlich um rund 62 Millionen Tonnen Kohlendioxid .

Das Gemeinschaftsprojekt Zukunftswald soll zeigen, welche Baumarten am besten auf den kargen und trockenen Böden des Feuersteins zurechtkommen. Die gewonnenen Erkenntnisse können Vorbildcharakter für andere Wälder in Deutschland haben. Eon unterstützt das zukunftsweisende Projekt des Erzbistums Bamberg und der Burg Feuerstein finanziell und engagiert sich mit freiwilligen Helfern aus der Belegschaft .

Neue Baumarten

Zum Start des Pilotprojekts haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Burg Feuerstein und des Erzbistums Bamberg gemeinsam mit freiwilligen Helfern von Eon die ersten jungen Bäume gepflanzt. Damit sie vor heimischem Wild geschützt sind, fertigten die Beteiligten einen Einzelschutz sowie eine Art Holzzaun an, sogenannte Hordengatter, und stellten sie im Wald auf. Die Schutzkonstruktionen sind hier anders als normalerweise üblich komplett nachhaltig: Sie sind plastikfrei aus Abfallholz des hiesigen Waldes hergestellt und können später sogar in der Hackschnitzelanlage der Jugendbildungsstätte zum Heizen verwendet werden.

Jugendbildungsarbeit

Der Rest der Bäume soll im Laufe des kommenden Jahres im Rahmen der Jugendbildungsarbeit der Burg Feuerstein von Kindern aus der Region gepflanzt und gepflegt werden. Für das Erzbistum Bamberg ist laut einer Pressemitteilung der Umbau hin zu zukunftsträchtigen Mischwäldern ein weiterer, wichtiger Baustein in seinem Engagement für mehr Nachhaltigkeit. Das Erzbistum setzt sich vielfältig für den Klimaschutz ein, unter anderem durch die Nutzung von Ökostrom . red