Emotional gestaltete sich das Thema Kinderhaus „Zur Schatzinsel“ im Kleinsendelbacher Gemeinderat . In der Sitzung Anfang März hatte der Elternbeirat dem Gremium eine Liste mit aus seiner Sicht wünschenswerten Anschaffungen und erforderlichen Modernisierungen übergeben. So fordern die Elternbeiräte einen mobilen Hühnerstall, eine Wasserspielanlage, schönere Seifenspender, ein Hochbeet, neue Palisaden sowie ein erweitertes Sicherheitskonzept mit zusätzlicher Absturzsicherung im Treppenbereich.

Die Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK) erklärte, dass ein Wasserspielplatz nicht gebaut werde, da die Gefahr durch Befall von Legionellen bestehe. Die bemängelten Palisaden könnten aufgrund der Wetterlage bisher nicht ausgetauscht werden, da der Boden gefroren gewesen sei. Weiter teilte Werner mit, dass die Treppe in der Kita sicher sei und durch weitere Auflagen eine zusätzliche Absturzsicherung bekomme. Eine neue Beleuchtung sei bereits in Planung. Der Sandkastenbau für die Krippe und Malerarbeiten würden in den Osterferien durchgeführt, teilte Werner mit.

In der Diskussion entwickelte sich ein Streit um das Budget. Streitpunkt war die finanzielle Lage. So forderte Gemeinderat Michael Kellner (DG) vehement, die Summe von 124.000 Euro in den Haushalt 2022 aufzunehmen. Der Etat enthalte schon große Investitionen, darunter auch finanzielle Mittel für die Kita, erklärte Werner. Sollten weitere Mittel erforderlich sein, könnten nicht benötigte Haushaltsmittel umgewidmet werden. Der Haushalt sei soweit fertiggestellt, dass er dem Gremium in der nächsten Sitzung vorgelegt werde.

Dies wollte Kellner so nicht stehen lassen und forderte, über den Haushalt sofort zu beraten. Dies lehnte Werner ab, da der Haushalt viele Pflichtaufgaben vorsehe, die dringend durchgeführt werden müssten. Armin Fuchs (UWK) sagte, dass aus seiner Sicht Neuanschaffungen nicht notwendig seien. Der Kindergarten , der vor Sitzungsbeginn von den Räten in einer Begehung besichtigt wurde, sei sehr gut ausgestattet.

Hildegund Fischer (DG) forderte weiteres Personal für die Kita ein und zeitgemäße Garderoben. Dem entgegnete die Bürgermeisterin, dass man zwar ausgebildete Erzieherinnen und Betreuerinnen suche, doch der Arbeitsmarkt keine Arbeitskräfte hergebe. Mit dieser Situation seien im Landkreis Forchheim alle Gemeinden konfrontiert, sagte Werner.

„Bring’ mir geeignetes Personal und wir können noch Kinder aufnehmen“, forderte sie Fischer auf. „Dass wir kein Personal bekommen, liegt einzig und allein an der Attraktivität unseres Kindergartens .“

Das brachte Zweiten Bürgermeister Josef Elsinger (UWK) auf die Palme: „Es ist unmöglich, dass eine Gemeinderätin unseren Kindergarten so schlechtredet, der von vielen Eltern sehr gelobt wird.“