Mehrere fastenzeitliche Angebote werden den Besuchern der Basilika Gößweinstein in der österlichen Bußzeit angeboten. Diese Zeit, welche mit dem Aschermittwoch beginnt, ist eine Vorbereitungszeit auf das Osterfest .

Traditionell sei die Fastenzeit eine Zeit des Verzichts, eine Zeit der inneren Vorbereitung, eine Zeit für Gott , wie Michael Dörres, Pfarrsekretär der Pfarrgemeinde Gößweinstein , erklärt. An den fünf Fastensonntagen laden die Franziskaner von Gößweinstein zu besonders gestalteten Kreuzwegandachten mit Fastenpredigt um jeweils 15.30 Uhr in die Basilika ein.

Die Fastensonntage

Am ersten Fastensonntag, 21. Februar, findet um 15.30 Uhr eine Andacht mit Film zum neuen "Misereor"-Hungertuch "Du stellst meine Füße auf weiten Raum" statt. Am zweiten Fastensonntag, 28. Februar, ) lautet das Motto der Fastenpredigt "Heute Christ werden - sich von Gott anziehen lassen". Das Motto der Predigt am dritten Fastensonntag, (7. März), lautet "Heute Kirche sein - macht die Türen der Kirche welt-weit!". Die Fastenpredigt am vierten Fastensonntag, 14. März, geht über das Thema "Impulse zur Erneuerung der Pfarrei - eine samaritanische Kirche ". Den Abschluss bildet die Fastenpredigt am fünften Fastensonntag, 21. März, welche das Thema "Impulse für eine erneuerte Pfarrei , die Barmherzigkeit übt" aufgreift.

Während der Fastenzeit ist in der Basilika eine "Mauer der Klage" aufgebaut. Die Klage bezeuge den lebendigen Glauben an den Gott , der die Menschen wie ein Vater liebe. Wer klage, kenne eine Adresse für seine Not, er bringe seine Fragen und Enttäuschungen vor Gott , heißt es.

Die Klagemauer ist die bedeutendste religiöse Stätte des Judentums in der Altstadt von Jerusalem. Viele Menschen beten täglich an der Klagemauer, manche stecken kleine Zettel in die Ritzen der Mauer, auf denen sie Gebete , Sorgen, Bitten und Klagen Gott anvertrauen.

In die Osternacht eingebunden

Die "Mauer der Klage" in der Basilika Gößweinstein will den Besuchern in der österlichen Bußzeit Gelegenheit geben, Sorgen, Kummer, Klagen, Bitten oder auch ein Dankgebet ohne Namensangabe auf einem Zettel zu notieren und diesen dann in eine der vielen Ritzen der Mauer hineinzustecken. Im Laufe der Fastenzeit soll so die "Mauer der Klage" mit vielfältigen Gebeten gefüllt werden. All diese Gebetszettel werden in der Osternacht mit in die Liturgie genommen und dem reinigenden und neu machenden Osterfeuer übergeben. Jeder ist eingeladen, an den Angeboten teilzunehmen. red