Der Landesbund für Vogelschutz (LBV), Kreisgruppe Forchheim , teilt mit, dass sich immer wieder besorgte Bürger bei Helmut Schmitt, dem Vorsitzenden der Kreisgruppe, melden und nachfragen würden, ob es im Moment überhaupt noch erlaubt sei, Wildvögel zu füttern. Hintergrund ist, dass in einigen bayerischen Landkreisen die Geflügelpest aufgetreten ist.

Helmut Schmitt greift das Thema auf und stellt klar: In den letzten Wochen gab es auch in Bayern wieder Ausbrüche der Geflügelpest (" Vogelgrippe "). Derzeit gebe es fünf Nachweise bei Wildvögeln in den Landkreisen Starnberg, Passau, Landsberg am Lech, Neuburg-Schrobenhausen und Haßberge sowie zwei Ausbrüche in Hausgeflügelbeständen in den Landkreisen Bayreuth und Weißenburg-Gunzenhausen. Aufgrund dieser zwar wenigen, aber sich doch häufenden, verstreuten Ausbrüche habe das Umweltministerium bayernweit weitergehende Biosicherheitsmaßnahmen angeordnet, die auf Landkreisebene über Allgemeinverfügungen umgesetzt werden. Teil dieser Maßnahmen ist die Anordnung eines "Fütterungsverbots für Wildvögel". So allgemein werde das oft auch dargestellt, aber das sei unzutreffend. Richtig sei, dass es sich um ein Fütterungsverbot für "Wildvögel gemäß Geflügelpest-Verordnung" handele. Unter diese Definition fallen Hühner- und Gänsevögel, Greifvögel , Eulen , Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige und Schreitvögel. Oder mit anderen Worten: Verboten sei die Entenfütterung am Stadt- oder Dorfweiher, aber gegen die Fütterung von Singvögeln im heimischen Garten sei weder sachlich etwas zu sagen - weil diese kaum empfänglich für das Virus seien und die Geflügelpest nicht verbreiten würden - noch rechtlich. red