Nur wenigen Eheleuten sind 65 gemeinsame Ehejahre vergönnt. Umso größer ist das Glück , wenn beide körperlich so fit sind und vieles gemeinsam unternehmen können: Hotelierstochter Cäcilie Kreller, geborene Kern, und Martin Kreller, Sohn des ansässigen „Booda“ (Friseurs) konnten sich in dem beschaulichen kleinen Pinzberg nicht aus dem Weg gehen, und das war es auch, was die Beiden zusammenbrachte.

In den Jahren 1957 bis 1965 wurden ihnen fünf Kinder geschenkt. In dieser Zeit absolvierte Martin als jüngster Meister an der Handwerkskammer Bayreuth seine Meisterprüfung.

Dies war der Anlass, im Anwesen Kreller in der Durdelgasse das Wohnhaus zu vergrößern und gleichzeitig einen modernen Frisiersalon mit einzurichten.

Das Paar wohnte zunächst in der Durdelgasse, bis es mit neun Personen zu eng wurde. So zog die komplette Großfamilie samt Friseursalon in das neue Haus im Keilbrunnen und fühlte sich dort bis heute pudelwohl.

Martin, der sich für die Gemeindepolitik sehr interessierte, kandidierte 1984 zum Gemeinderat, wurde prompt gewählt und gründete auch gleich den Musikverein Pinzberg. 2003 ereilte das Paar ein harter Schicksalsschlag: Ihr Sohn Alwin verunglückte bei einem Verkehrsunfall tödlich. In ihrem Glauben an Gott fanden Cilli und Martin damals Trost.

Martin Kreller engagierte sich intensiv in der Kirche. 30 Jahre führte der Jubilar die Wallfahrten nach Altötting, Habsberg und Gößweinstein. Mit Wehmut denkt er heute noch an die schönen Zeiten und erzählt auch von freudigen Begegnungen mit den Wallfahrern gerne. Beide haben 25 Jahre lang den Mesnerdienst in der Pfarrkirche Pinzberg ausgeübt. Während sich Martin bei der Renovierung der Pfarrkirche und der Neugestaltung des Friedhofs engagierte, befasste sich seine Frau Cilli mit dem Blumenschmuck in der Kirche.

Doch auch aus dem Gemeinde- und Vereinsleben sind die Beiden nicht wegzudenken. Sie sind Mitglied in elf Vereinen, wobei die „Schützengesellschaft Andreas Hofer“ ihr Herzensverein ist. Schon als Jugendlicher war Martin ein aktiver Wettkampfschütze und brachte viele Pokale und Sachpreise mit nach Hause. Cilli kümmerte sich derweil um das Schützenheim und das Gesellige. Viele lange Jahre bereicherten sie den Gesangverein Liederkranz als aktive Sänger mit ihren Stimmen.

Neun Enkel und sechs Urenkel wünschten ihrer Oma und ihrem Opa alles Gute. Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein. Ebenso gratulierte Stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar.

In ihrem Haus im Keilbrunnen leben mittlerweile vier Generationen unter einem Dach. Die Jubilare: „Bei uns ist immer Leben im Haus.“ Karl Heinz Wirth