Weil auf dem geplanten Baugebiet „Am Sportplatz“ in Trailsdorf bereits eine Siedlung aus der jüngeren Latènezeit, der römischen Kaiserzeit und des frühen Mittelalters als Bodendenkmal einige Meter in das Baugebiet ragt, muss beim Abtrag des Oberbodens sorgfältig auf archäologische Befunde geachtet werden. In diesem Bereich braucht ein Bodeneingriff eine denkmalrechtliche Erlaubnis.

In Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege sollen Schürfungen für eine Voruntersuchung mit eventuellen Rettungsgrabungen durchgeführt werden.

Für die zwölf künftigen Bauplätze „Am Sportplatz“ behandelten die Hallerndorfer Gemeinderäte die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Während der Gemeinderat die meisten Punkte der einzelnen Stellungnahmen zur Kenntnis nahm und diese zum Teil vom Ingenieurbüro Weyrauther aus Bamberg in den Bebauungsplan eingearbeitet werden, forderten andere Punkte die Gemeinderäte zu Diskussionen auf. So schlug Kreisbaumeister Walter Neuner vor, den Ortsrand des Baugebietes einzugrünen. Die Gemeinderäte lehnten das ab, schließlich sei die Fläche dort nur über Privatgrund erreichbar, und daher könne die Gemeinde Pflege und Unterhalt nicht gewährleisten.

Den Vorschlag des Naturschutzes, energieeffiziente LED-Lampen mit einem reduzierten Blauanteil zur Straßenbeleuchtung einzusetzen, wollen die Gemeinderäte im Bebauungsplan berücksichtigen.

Ob im künftigen Baugebiete Schottergärten erlaubt sein sollten oder nicht, darüber diskutierten die Gemeinderäte ausgiebig und waren durchaus kontroverser Meinung. Während Claudia Kraus (WG Trailsdorf) diese gerne verhindern würde, fragte Stephan Beck (WG Willersdorf-Haid), wer das denn kontrollieren solle. Bei der Abstimmung waren acht Gemeinderäte gegen Schottergärten, so dass dieser Passus in den Bebauungsplan einfließen wird. Weil der Linksabbiegerstreifen an der Kreisstraße und die geplante Stichstraße nicht gebaut werden, liegt der überarbeitete Entwurf noch einmal für zwei Wochen öffentlich aus. Neue Stellungnahmen können dann nur zu den ergänzten oder geänderten Teilen abgegeben werden.

Sand an der Trailsdorfer Brücke

Es gab einen Termin mit dem Wasserwirtschaftsamt , informierte Bürgermeister Gerhard Bauer die Hallerndorfer Gemeinderäte in der Sitzung. Demnach soll der Sand an der Trailsdorfer Brücke entfernt werden. Als weitere Unterhaltsmaßnahme sollen Äste, Hecken und teilweise Bäume aus dem Flusslauf und vom Ufer entfernt werden, ebenso angeschwemmte Teile: „Alles, was die Aisch einengt, soll rausgenommen werden“, sagte der Bürgermeister .

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Eggolsheimer Gruppe empfahl pro angefangene 50 Quadratmeter Dachfläche eine Zisterne mit 1,5 Kubikmetern Fassungsvermögen, um darin Regenwasser zur Gartenbewässerung zu speichern. Speziell in den Sommermonaten könnte es andernfalls in naher Zukunft zu Engpässen bei der Wasserversorgung kommen.

Generalsanierung der Schule

Die Firma Holzbau-Wunner aus Emskirchen wird bei der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf die Zimmererarbeiten im zweiten Bauabschnitt übernehmen, gab der Bürgermeister bekannt.

Der FC Wacker Trailsdorf weist auf Veranstaltungen wie Weiberfasching und Sportlerkerwa hin. Gegen den Lärm beim Fußball werde eine Lärmschutzwand errichtet, eine Einschränkung der vom Sportverein geplanten Veranstaltungen sei nicht zu erwarten.

Zweiter Backofen in Pautzfeld

Damit auch der zweite Backofen in Pautzfeld saniert werden kann, schließt die Gemeinde Hallerndorf mit der Teilnehmergemeinschaft in Pautzfeld eine Vereinbarung zur Kostenbeteiligung ab. An den voraussichtlichen Kosten in Höhe von 17 685 Euro beteiligt sich die Teilnehmergemeinschaft mit 60 Prozent, höchstens jedoch mit 11 495 Euro.

Der Gemeinderat bestätigte Wolfgang Koch als stellvertretenden Feuerwehrkommandanten in Schlammersdorf. Dort war er am 2. Oktober gewählt worden.

Termine

Auf die Frage Katharina Rebls (Für die Gemeinde) nach einer Bürgerversammlung wies Bauer darauf hin, dass er erst den Jahresabschluss abwarten wolle: „Es wird definitiv eine große Bürgerversammlung stattfinden.“

Im kommenden Sommer soll der „Fränkische Kinosommer “ nach Hallerndorf kommen. Das beschlossen die Gemeinderäte nach einer gründlichen Abwägung von Nutzen und Risiken. Die Hauptorganisation wird zwar vom Funkhaus Bamberg übernommen, trotzdem gibt es für Vereine und andere Freiwillige eine Menge zu tun: „Wir sind darauf angewiesen, dass genügend Menschen mitwirken“, sagte Bürgermeister Bauer.