Die Freude war außerordentlich groß in Leutenbach , als der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Dreifaltigkeitssonntag in der Pfarrkirche St. Jakobus mit den Gläubigen einen Festgottesdienst anlässlich des 400. Pfarreijubiläums feierte.

Bereits für November 2020 war der Besuch des Erzbischofs laut einer Mitteilung des Pfarrgemeinderates geplant, aber die Pandemie machte einen Strich durch alle Vorhaben. „Schön, dass Sie heute da sind und mit uns Eucharistie feiern“, sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Lydia Heilmann zum Erzbischof .

Wunsch der Leutenbacher

Es gibt Grund zu danken, denn im November 1620 ging ein lang ersehnter Wunsch der Leutenbacher in Erfüllung: Die Filialen St. Jakobus und St. Moritz wurden von der Mutterpfarrei Kirchehrenbach getrennt und zur Pfarrei Leutenbach erhoben. Und somit bekam Leutenbach einen Pfarrer vor Ort.

Kirchliches Leben gab es nachweislich bereits im 14. Jahrhundert Auch die Statue des Kirchenpatrons Jakobus ist schon älter als die Pfarrei . Der Turm mit seinen Scharwachtürmchen gehörte als Chorturm schon zum Vorgängerbau, möglicherweise zu einer gotischen Wehrkirche. Einer dendrochronologischen Un-tersuchung vor einigen Jahren zufolge wurde der Turmhelm um 1498 gezimmert. Aus dieser Zeit stammt auch das Sakramentshäuschen im jetzigen Eingangsbereich der Kirche .

Sehnsucht der Menschen

In seiner Predigt nahm Erzbischof Schick Bezug auf die Gründungsurkunde vom 5. November 1620. Er hob die Sehnsucht der Menschen damals hervor, einen eigenen Seelsorger vor Ort zu haben, der die Menschen durchs Leben begleitete. Der Zugang zu den Diensten der Kirche sollte durch kürzere Wege erleichtert werden, sagte der Erzbischof .

Er erinnerte an die Menschen, die über die Jahrhunderte hinweg ihrer Kirche , ihrer Pfarrei und ihrem Glauben treu geblieben sind, ja Halt darin fanden. Schick sprach den Satz von Goethe : „Was du von deinen Vätern ererbt, erwirb es, um es zu besitzen“ an und erklärte, was diese Aussage angesichts des Jubiläums für die heutigen Menschen bedeuten kann.

Lydia Heilmann dankte allen Geistlichen , die seit der Gründung der Pfarrei hier als Seelsorger wirkten, stellvertretend Pfarrer Alfred Beißer, und allen, die Freud und Leid mit den Menschen teilten, für ihr seelsorgerliches Wirken und ihr Gebet. Gott möge es ihnen lohnen, sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende.

Lob für gute Zusammenarbeit

Bürgermeister Florian Kraft lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Ordinariat in Bamberg mit Blick auf die Erweiterung der Kindertagesstätte. Anschließend gab es bei strahlendem Sonnenschein eine Begegnungsmöglichkeit auf dem Kirchplatz von Leutenbach . Als besonders erfreulich wertet es die Pfarrgemeinde , dass ein Priesteramtskandidat aus der Pfarrgemeinde beim Gottesdienst mitwirkte. red