Am Herder-Gymnasium Forchheim (HGF) fand die Endrunde des Schulwettbewerbs "Jugend präsentiert" statt, online als Videokonferenzformat. Das HGF beschritt damit ganz neue Wege.

Die Schüler boten ihre Vorträge live in einer Videokonferenz dar, zu der aus Datenschutzgründen nur Mitglieder der Schulfamilie eingeladen wurden. Im Hintergrund in einem sogenannten Breakout-Raum arbeitete die Jury, bewertete den Vortrag und entführte dann die Teilnehmer in diesen virtuellen Nebenraum, um ihnen individuelles Feedback zu ihrem Vortrag zu geben. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch den Freundeskreis des Herder-Gymnasiums, wodurch Geldpreise für die Teilnehmer ausgelobt werden konnten.

Um in der Endrunde dabei zu sein, waren vorher schon einige Hürden zu nehmen. So mussten sich die Schüler mit einem Video, in dem sie und ihre Präsentation zu sehen waren, bewerben. Die Themen mussten aus dem naturwissenschaftlichen Bereich stammen und in fünf Minuten für Gleichaltrige anschaulich und fachlich korrekt erklärt werden. Es ergab sich dabei eine bunte Vielfalt an Themen in Bereichen, die man sonst nicht mit dem "Herder" als musischem, sprachlichem und wirtschaftswissenschaftlichem Gymnasium in Verbindung bringen würde.

So fragten sich in den achten Klassen Jana und Amie "Was ist ein Tinnitus und wie entsteht er eigentlich?", Christina und Matilda "Wieso wäscht man sich die Hände mit Seife?", und Lena und Runa wollten wissen: "Atome - wie kann etwas so Kleines so viel bewirken?"

In der neunten Jahrgangsstufe ging es bei Marie um die Frage "Wie kann ein Gecko an der Wand kleben?", und Hannah erklärte die Methode hinter dem PCR-Test.

Die Beiträge der Abschlussklasse Q12 beschäftigten sich mit der Radioastronomie (Katharina), elektromagnetischer Strahlung (Moritz), der Frage, warum die Venus eigentlich so heiß ist (Cansel), und Erklärungen, was ein Klang ist beziehungsweise was bewirkt, dass der Klang verschiedener Musikinstrumente zu unterscheiden ist (Daniela).

Die Schüler waren dabei sehr kreativ und setzten verschiedenste Ideen bei ihren Vorträgen um.

Die Jahrgangssieger waren Christina Ding und Matilda Geiling mit ihrem Thema Seife, Marie Albert mit ihren Ausführungen über Geckos und Daniela Heilmann mit ihrem Vortrag über Klänge. Zum Publikumssieger wurde in einer virtuellen Umfrage der Beitrag von Hannah Weidt über die PCR-Methode gekürt. Diese glänzte vor allem durch ihre witzige Präsentation mit Legomännchen und Steinen, mit Hilfe derer sie dieses komplexe Thema erklärte.

Aber eigentlich waren alle Sieger, auch die Teilnehmer, die die Endrunde nicht erreicht haben, denn alle haben viel Neues gelernt und zum Thema Online-Präsentationen viel ausprobiert und geübt. Das kann ihnen in ihrem weiteren Leben keiner mehr nehmen. Gut, dass der Wettbewerb stattfand, denn es war lange in der Schwebe, ob er in diesem Jahr corona-konform ausgerichtet werden kann.

Doch Martina Polster als verantwortliche Lehrkraft wagte den Sprung ins kalte Wasser und stemmte mit Hilfe von Kollegen und Q12-Schülen in der Jury diese Mammutaufgabe. So blieb das Lob von teilnehmenden Schülern nicht aus, die sich über diese Abwechslung im Corona-Alltag sehr freuten . red