Einige Wanderer, die an der katholischen Kapelle St. Maria, Hilfe der Christen in Gasseldorf vorbeikamen, blieben stehen, um die blühende Pracht vor der kleinen Kirche zu bewundern. Denn üblicherweise sieht man um Kirchen herum eher Rasenflächen.

„2018 musste ich mich einer Operation in Stuttgart unterziehen. Da las ich von der Initiative ‚Blühende Kirchengärten‘ der evangelischen Landeskirche “, erzählt Frieda Neubauer. Ziel dieser Aktion war es, dass Plätze an Kirchen eben nicht mit Rasen, sondern mit bienenfreundlichen Blumen versehen werden. „Ich dachte mir, das wäre doch auch etwas für uns“, erinnert sie sich.

Seit zehn Jahren organisiert sie zusammen mit Gabi Schleicher Wortgottesdienste. Diese war sofort begeistert von einer solchen Aktion in Gasseldorf . Frieda Neubauer sprach auch noch mit ihrem Nachbarn, Hobbyimker und Apotheker Andreas Müller . Dieser bestellte dann Blumensamen, der in der Region gedeiht und Nahrung für Bienen bietet.

Fläche muss nicht gepflegt werden

„2019 hat Reinhold Eberlein zunächst die Fläche bearbeitet und 2020 konnten wir das Saatgut aussäen“, erzählt Frieda Neubauer. Im ersten Jahr sei noch nicht so viel zu sehen gewesen, „aber in diesem Jahr ist es eine Blütenpracht“.

Sie berichtet auch, dass die Fläche nicht gepflegt und auch nicht gegossen worden sei. „Vielleicht ist das ja für andere Kirchengemeinden auch eine Idee, statt Rasen Blumen auszusäen“, überlegt Frieda Neubauer. Denn damit fördere man einerseits die Artenvielfalt , andererseits könnten sich die Menschen an der Blütenpracht erfreuen.