In wenigen Tagen liegt Heft 30 der heimatgeschichtlichen Zeitschrift „Vom Main zum Jura “ vor. Auf 162 Seiten ist über die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen in Lichtenfels, deren Not, Neuanfang und gesellschaftliche Eingliederung zu lesen, über die alten Ost-West-Verbindungen zwischen Bamberg und Kulmbach/Bayreuth, zwei Kleindenkmale in Ebensfeld und Weismain und über das Sulligknöcklein bei Uetzing mit seiner Geologie, reichen Botanik und über Hüllen, Tiefbrunnen und die Wasserversorgung auf dem Jura . Weiter geht es um den unverbaubaren Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen, den Kleinziegenfelder Steinbruch und Bier aus Mährenhüll …

Länger als die Hälfte seines Lebens hat sich der aus Kleinziegenfeld stammende Diözesanarchivdirektor Josef Urban der Redaktionsarbeit an der heimatgeschichtlichen Zeitschrift für den Landkreis Lichtenfels gewidmet und dabei selbst zahlreiche Beiträge verfasst.

30 Ausgaben, 308 Aufsätze

Nach 37 Jahren endet nun diese Arbeit und er legt mit Nr. 30 letztmals ein Heft vor. Insgesamt entstand von Heft 1 an bis heute ein anspruchsvoll gestaltetes heimatkundliches Kompendium mit ca. 3600 Seiten und 1860 Abbildungen unter Mitarbeit von 73 Autoren . 308 Aufsätze wurden von ihnen verfasst, dazu etliche zur jüdischen Geschichte.

Als Urban 1985 nach Eggolsheim zog, pflegte er diese kulturell bedeutsame Tätigkeit weiter. So wurde die Zeitschrift mit dem Logo der biblischen Kundschafter zum festen Bestandteil der Kulturlandschaft am Obermain, der Nachbarlandkreise Kronach, Bamberg und Forchheim mit Lesern weit über Franken hinaus bis München, Wiesbaden, Hamburg, Bremen, Altötting und Augsburg. Auch nach seinem Dienstende am Archiv des Erzbistums Bamberg hat er die Redaktionsarbeit weitergeführt.

Schon 1993 wurde Urban von den Initiatoren einer heimatgeschichtlichen Zeitschrift für das Forchheimer Land gebeten, seine Erfahrung mit einer solchen Publikation in ihre Arbeit einfließen zu lassen.

Der Neue ist kein Unbekannter

Von Heft 31 (2022) an liegt die Herausgeberschaft bei Studiendirektor Wolfram Degen, der bereits mehrmals mitarbeitete und im letzten Heft mit einem umfangreichen Beitrag über hydraulische Widder in vergangenen Zeiten die Situation auf dem Jura bis in die Fränkische Schweiz erläuterte.

Künftig wird ein größeres Gebiet in den Blick genommen, das vom Obermain über die Flüsse Rodach, Trubach, Regnitz und Wiesent bis in die Gegend von Pottenstein und Gößweinstein reicht. Dieser „Blick über den Zaun“ wurde schon früher praktiziert, zuletzt mit den umfangreichen Studien zu „Klein-Vierzehnheiligen“, der Barockkapelle von Schirnaidel, einer Architekturkopie der Veitsbergkapelle.

Aus der Verpflichtung zu den Anfängen heraus sollen aber keineswegs Themen aus den Altlandkreisen Lichtenfels und Staffelstein, von den Kunstädten und Weismain mit den Dörfern vernachlässigt werden.

Heft 30 ist mit 162 Seiten für 17 Euro vom 10. Dezember an bei josef.urban@yahoo.de zu beziehen. Alle Interessenten erhalten das Heft rechtzeitig zum Weihnachtsfest. red