Obwohl es zu der Gewerbefläche in Schlammersdorf einen wenn auch knapp gefassten Beschluss gibt, diskutierten die Gemeinderäte in Hallerndorf mit mehr als zwanzig Wortbeiträgen noch einmal ausführlich. Die betreffende Fläche wurde für den Vorentwurf des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes noch einmal ausgenommen. Daher unterbreitete Bürgermeister Gerhard Bauer (WGH) den Vorschlag, zunächst erst einmal herauszufinden, ob die entsprechend benötigten Flächen überhaupt zum Verkauf stünden.

Sebastian Pleyer vom Büro Städtebau und Bauleitplanung Wittmann, Valier und Partner aus Bamberg präsentierte den Vorentwurf, jeweils nach Wohnbauflächen und Gewerbeflächen getrennt. Da sich im Gewerbegebiet zwischen Pautzfeld und Schlammersdorf im Innenbereich noch eine freie Fläche befindet, könnte diese ebenfalls genutzt werden und das Gebiet damit zusammenhängend gestaltet werden.

Ob sich das umsetzen lässt, hängt nicht zuletzt von den Stellungnahmen der Unteren Naturschutzbehörde und des Naturschutzbeirats ab, schließlich befindet sich dort ein sogenanntes Inselbiotop.

„Was die Untere Naturschutzbehörde dazu sagt, wissen wir nicht“, gab Pleyer zu. Allerdings sei das Biotop dank seiner Insellage ohnehin nur ein Biotop auf Zeit.

Der mit 9,9 Hektar prognostizierte Bedarf an künftigem Wohnraum in der Gemeinde Hallerndorf mit den Ortsteilen wird im Vorentwurf des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes mit 8,9 Hektar nur knapp unterschritten. Damit habe die Gemeinde später noch Handlungsspielraum, erläuterte Pleyer. Gerhard Bauer nannte diese Variante einen sehr guten Vorschlag. Damit seien die Potenziale der nächsten Jahre festgelegt: „Und wie es in fünf Jahren aussieht, wissen wir heute noch nicht.“

Die Grundbesitzer befragt

Zuvor wurden die Eigentümer möglicher Bauflächen nach ihrer Verkaufsbereitschaft befragt. Kann die Kommune die Flächen nicht erwerben, werden diese nicht als künftige Wohnbauflächen in den Plan aufgenommen. Für jeden Ortsteil sahen sich die Räte genau an, welche Flächen entwickelt werden könnten. Da Schlammersdorf beispielsweise von der Staatsstraße und den Schutzgebieten begrenzt ist, wäre eine Innenentwicklung sinnvoller. „Es ist nicht erklärtes Ziel, für jeden Ortsteil eine Fläche auszuweisen“, wies Pleyer darauf hin, dass die Kommune als Ganzes betrachtet werden müsse.

Einstimmig votierten die Gemeinderäte für die künftigen Wohnbauflächen im Vorentwurf des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes, ebenso für die künftigen Gewerbeflächen, ausgenommen die oben erwähnte Fläche bei Schlammersdorf.