„Statt auf Rot steht die Ampel zum barrierefreien Ausbau eines Rundwegs im Wildpark Hundshaupten auf Grün“: Dies haben die Kreisräte in ihrer Kreisausschusssitzung einstimmig beschlossen.

Zuvor hatte der Leiter des Wildparks , Daniel Schäffer, das Konzept Barrierefreiheit vorgestellt. Aufgrund der Topografie sowie der derzeitigen Wegeführung wird der Wildpark in drei Bereiche mit dem kleinen Rundweg, dem Wolfsplateau und dem Wildplateau unterteilt. „So wird über eine geschickte Wegeführung die Attraktivität des Wildparks gesteigert“, erklärte Schäffer.

Grundsätzlich sei es möglich, alle Wildparkbereiche barrierefrei zu gestalten. Die dafür erforderlichen Maßnahmen werden zwei Phasen zugeordnet. In der ersten Phase ist die barrierefreie Erreichbarkeit aller Bereiche vom Weiher zum Rentiergehege, von dort zu den Arealen von Luchs und Wolf und eine Brücke vom Wolf zum Wildgehege das Ziel.

Rundweg

Die Schaffung des barrierefreien Rundwegs erfolgt von der Greifvogelwiese über das Gehege für Gams und Steinbock zu den Eichen mit der Wisentfütterung, der von dort am Elch- und Wildschweingelände entlang zum Nutztierbereich beim Ausgang weiterführt.

Das Gesamtprojekt soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Im ersten Bauabschnitt erfolgt die Ertüchtigung des vorhandenen Wirtschaftsweges vom Rentier hinab zum Weiher, anschließend Bauabschnitt 2, Baumwurzel- und Baumstockwerkpfad zwischen neuem Rentier- und Luchsgehege und als letztes eine Schrägseil-Hängebrückenkonstruktion vom Wolfsgehege zum Wildplateau.

Gesamtkosten

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 13.128.085 Euro. Eine Förderung wurde bereits in Höhe von 9.189.659 Euro beantragt, von der Oberfrankenstiftung wird es 533.043 Euro geben.

Sollten Kostensteigerung aufgrund der Inflationsrate erfolgen, so ist eine Nachförderung möglich. Der Fördersatz liegt bei 80 Prozent.

Das anschließende Votum der Kreisräte war deutlich: Die Vertreter aller Parteien sprachen sich für die barrierefreie Erreichbarkeit aller Bereiche im Wildpark aus.