Nach coronabedingtem Ausfall 2020 hat die BN-Kreisgruppe Forchheim in Ebermannstadt die Hauptversammlung abgehalten. Vorsitzender Ulrich Buchholz stellte sie unter das Motto „Dank“.

Dank dem Engagement der vielen Ehrenamtlichen konnte er über eine Fülle von Projekten berichten und dank der Treue unzähliger Mitglieder ist der Verband groß und einflussreich. Dank ging zuerst an langjährige Mitglieder , die für ihre Treue geehrt wurden. Nur einer kleinen Zahl der Jubilare konnte die Ehrung persönlich überreicht werden.

Im Rechenschaftsbericht stellte Buchholz die Bedeutung gemeinsamer Arbeit unterschiedlichster Gruppierungen der Gesellschaft zur Lösung anstehender Umweltprobleme heraus. Aktuell wurde dies anhand der Konsultationen zum Thema „ Mountainbiking “ und dem Zusammenfinden einer „Interessengemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ in Zusammenhang mit den Aktivitäten zum „Kernwegenetz“ sichtbar. Naturschützer fürchten hier, dass breite Flurstraßen für große Maschinen die Beseitigung der landschaftlichen Kleinstrukturen zur Folge haben könnten. Ein Highlight im Jahre 2020 war die vom BN gezeigte Ausstellung „Stadtbäume“.

Mit der Ortsgruppe „Gräfenberger Oberland“ ist die Reaktivierung einer BN-Ortsgruppe in diesem Bereich gelungen. Rotraud Krüger ist beteiligt am Biodiversitäts-Projekt zur Rote-Liste-Art Wiesenknopf-Ameisenbläuling, das mit einem Vorkommen in Neunkirchen seinen Ausgang nahm und nun den ganzen Landkreis betrifft. Von der Streuobstwiese des BN bei Kasberg hat Friedrich Oehme eine Apfelsortensammlung von 40 Sorten im Saal gezeigt. Die Ernte der alten Apfelsorten ist im Gang und es wird wieder reichlich Apfelsaft aus den ungespritzten Früchten erzeugt (erhältlich in der BN-Geschäftsstelle). Die Anlage ist ein Juwel der Kreisgruppe und wird mit Baumschnitt und Wiesennutzung das Jahr über gepflegt.

Edith Fießer berichtete, dass die Ersatzsammlung „Türhänger“ zur Haus- und Straßensammlug des BN sehr erfolgreich war. Schatzmeister Georg Schütz gab den Kassenbericht für 2019 und 2020. Aus den Arbeitsgruppen war zu hören, dass die Gruppe „Tagfalter-Monitoring“ zehn fleißige Transekt-Begeher im Landkreis umfasst, welche wöchentlich die Schmetterlinge auf einem bestimmten Weg durch die Landschaft zählen. Die Ergebnisse fließen in das überregionale Projekt „Tagfalter-Monitoring Deutschland“ ein. Die Fledermaus-Gruppe ist u.a. am Gemeinschaftsprojekt „Fledermaus-Monitoring Stadt und Landkreis Forchheim “ beteiligt. Unlängst wurde der Gruppe eine Zuwendung des BN-Landesverbands von 20 gut erhaltenen Batcordern zuteil (Neuwert 50 000 Euro), womit ehrgeizige Erfassungen möglich werden. Der Vorsitzende schloss mit einem Wunsch: Die Umwelt braucht junge Freunde, eine Kindergruppe wäre wichtig. Es fehle eine geeignete Leitungsperson. Vielleicht finde sich ja jemand, eine kleine Bezahlung wäre möglich. Sein Fazit: „Alles in allem hat es Spaß gemacht, wenn es auch anstrengend war.“ red