Obwohl die Corona-Infektionsschutzvorgaben auch in diesem Sommer keinen normalen Ablauf in der Jugendarbeit zuließen, veranstaltete der Kreisjugendring Forchheim an drei Wochen der Sommerferien ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren. Viele junge Menschen aus dem Landkreis waren der Einladung gefolgt, um die Ferien nicht alleine oder vor dem Bildschirm, sondern zusammen in einer Gemeinschaft von Gleichaltrigen zu verbringen. Neben der Zirkusfreizeit in der ersten Ferienwoche fanden ein täglich wechselndes Ferienprogramm mit Ausflügen und Tagesaktionen sowie eine Jugendfreizeit am Brombachsee statt, wie der Kreisjugendring mitteilte.

Das Tagesprogramm in der dritten Ferienwoche wurde eingeläutet von einer Stadtrallye quer durch Forchheim, bei der die Kinder in kleinen Gruppen historische Orte und Organisationen der Stadt kennenlernten. Spannend war für die Kinder der Besuch der Erziehungsberatungsstelle der Caritas und des Jungen Theaters.

Ein weiteres Highlight im Ferienprogramm war eine Fotowanderung, bei der sich die Kinder kreativ ausleben und den Umgang mit einer professionellen Kamera ausprobieren konnten. Aus verschiedenen Winkeln und Perspektiven suchten sie spannende Motive passend zu Themen wie „Jugend“ oder „typisch Forchheim“. Für viele Kinder war es das erste Mal hinter der Linse, und sie entpuppten sich nach kurzer Anleitung als kreative Fotografen .

Als Abschluss der Woche fand ein Ausflug nach Bamberg mit einer Wanderung durch den Bruderwald statt. Hier konnte die Gruppe den Wald mit verschiedenen Sinnen erleben und Neues über den Lebensraum erfahren. Aus Tannenzapfen, Moos, Stöckchen und Steinen gestalteten die Kinder Waldbilder und zeigten somit, wie sie die Natur um sich herum aus ihrer Perspektive wahrnehmen. Die Galerie mit den verschiedenen Darstellungen kann weiterhin im Bruderwald bewundert werden.

Am Brombachsee

Kurz vor dem Ende der Sommerferien ging es für eine Gruppe von Mädchen und Jungen zwischen zwölf und 15 Jahren für vier Tage an den Brombachsee. Tagsüber und bei strahlendem Wetter konnten sie die schöne Gegend rund um den Brombachsee mit dem Fahrrad erkunden oder sich auf dem Gelände der Unterkunft sportlich und künstlerisch betätigen. Die Abende waren geprägt von gemütlichen Runden am Lagerfeuer mit gerösteten Marshmallows sowie einer Theatershow zum Thema „Geschlechterklischees“. In Kleingruppen setzten sich die Jugendlichen mit den Klischees, die Jungen und Mädchen von der Gesellschaft zugeschrieben werden, auseinander und erkannten, dass sie meist überzogen sind und nicht immer etwas mit der Realität zu tun haben.

Zum Beispiel: „ Mädchen haben keine Ahnung von Technik?“ Das muss nicht so sein. In ihren selbst inszenierten Theaterstücken wurden die Jugendlichen zu Darstellenden und führten gleichzeitig Regie; sie nahmen die Geschlechterklischees ordentlich aufs Korn und lieferten eine kreative Show ab, die beim Publikum für viel Spaß und Gelächter sorgte.

Insgesamt entwickelten sich in den vier Tagen ein spürbares Gemeinschaftsgefühl und neue Freundschaften unter den Teilnehmenden. Am Ende der Freizeit lobten die jungen Leute vor allem das Programm, das gute Essen sowie die harmonische Gruppe und waren sich einig: „Ja, wir kommen gerne wieder!“

Auch das Feedback der Eltern war durchweg positiv. Sie zeigten sich dankbar und froh, dass es trotz Einschränkungen Ferienangebote gab, die den Kindern nach Monaten des Verzichts ein Stück Normalität und soziales Miteinander ermöglichten. red