Im Landkreis Forchheim kümmern sich die Gebietsbetreuer Wolfgang Sack und Jana Wiehn um ausgewählte Schutzgebiete . Doch in Bayern und in Oberfranken sind sie nicht die Einzigen, die sich um den Erhalt der Natur bemühen. Auch Frankenwald, Fichtelgebirge, Obermaintal und Coburger Land haben je einen Gebietsbetreuer oder eine Gebietsbetreuerin. Jährlich treffen sie sich in einem der betreuten Naturräume, um vor allem ihre Erfahrungen im Naturschutz auszutauschen.

Dieses Jahr fand das Treffen der oberfränkischen Gebietsbetreuer im Coburger Land statt. Bei strahlend schönem Herbstwetter gab Christian Fischer eine kurze Einführung in die Besonderheiten des Goldbergsees und des Naturschutzgebietes „Vogelfreistätte Glender Wiesen mit Goldbergsee “. So wurden in den Jahren seit dem Einstau des Hochwasserbeckens 212 Vogelarten beobachtet. Eine deutschlandweite Besonderheit im Coburger Land sind die Binnenland-Salzwiesen, die es in Mitteleuropa ansonsten fast nur an den Küsten gibt. Erdbeer-klee, Salz-Hornklee und Salzbinse sind nur einige wenige der seltenen, salzliebenden Pflanzen in den Glender Wiesen.

Eine Exkursion in das Meederer Rieth rundete das Treffen der oberfränkischen Gebietsbetreuer ab. Die feuchten, im Sommer blütenreichen Wiesen und Brachen sind ein Kleinod für seltene und gefährdete Vogelarten wie Blau-, Braun- und Schwarzkehlchen geworden. „Dieses kleine Vogelparadies wäre nicht möglich ohne die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort. Acker wurden extensiviert, Brachen angelegt und flache Tümpel in die Wiesen gebaggert“, berichtet Christian Fischer. Rinder schaffen durch Verbiss und Tritt zusätzlich vielfältige Strukturen in den Wiesen und an den Tümpeln. Zudem ist der Dung der Rinder Lebensraum für viele Insektenarten, die wiederum zahlreichen Vogelarten als Nahrung dienen. red