Die Unterfränkin Lorraine Bühl aus Sand am Main und der Oberfranke Franz Zwosta aus Hollfeld haben zahlreichen Gästen aus Obertrubach und Umgebung mit einheimischen Liedern auf witzige, schelmische und spitzbübische Weise erklärt, was sie schon immer über Franken wissen wollten.

Große Zustimmung beim Publikum fand die gesungene Behauptung, dass Fränkisch „der allerschönsde Dialeggd“ sei. Leider habe Luther mit seiner Bibelübersetzung dafür gesorgt, dass Fränkisch nicht zur Amtssprache in Deutschland wurde und das Alphabet damit zwei Buchstaben weniger gehabt hätte. Mit dem Lied „Bisd aa doo?“ erklärten die beiden den Unterschied zwischen einem „Fregga“ und einem „Börchamasda“, wobei manch einer durchaus auch beides gleichzeitig sein könne.

Natürlich darf bei einem fränkischen Liederabend das Lieblingsgetränk der Franken, der „Hopfenblütentee“, nicht fehlen, und der wird im Lied „Wie spääd iss auf der Wärdshausuhr?“ reichlich genossen. Nach einer ausgiebigen Hopfenkur kann es schon einmal passieren, dass jemand nicht mehr auffindbar ist. Dies wurde im Lied „Wo iss denn des Gärchla?“ thematisiert.

Dass ein Franke in den Trinkpausen gerne auch das Tanzbein schwingt, zeigte die mehrfache deutsche Meisterin im Bereich „Moderner Tanz“, Lorraine Bühl, beim Lied „1, 2, 3, 4“, hier allerdings ohne männlichen Tanzpartner, denn der musste auf der „Quedschn“ spielen.

In dem Bewusstsein, dass im Publikum vielleicht auch Gäste sitzen, die mit dem fränkischen Dialekt etwas fremdeln, übersetzten die beiden Künstler das Lied „Die Zuständ“ simultan übersetzt . Zum Ende sangen die beiden noch das Lied vom „Muggnbadscha“, versehen mit dem Hinweis, dass der – wie viele andere große Erfindungen der Neuzeit – in Franken, um genau zu sein, in „Muggndorf“ erfunden wurde. Natürlich durften die zwei Künstler den Abend nicht ohne Zugabe beenden. red