Die Flussseeschwalbe war früher auf den Gewässern rund um Forchheim heimisch. Sie brütet ab Mitte Mai auf dem Boden an Küsten und im Binnenland in der Nähe von Gewässern auf Kiesbänken. Ihr Lebensraum ist durch Regulierung der Flüsse und Trockenlegung der Feuchtgebiete sehr geschrumpft.

So ist sie auch seit langem aus dem Forchheimer Raum verschwunden. Man sieht aber jedes Jahr einige Tiere bei der Rückkehr aus den Überwinterungsgebieten. Sie fliegen über das Sandabbaugebiet Büg bei Eggolsheim.

Das brachte Gunter Brokt, Mitglied des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) und langjähriger Vorstandsvorsitzender der LBV-Kreisgruppe in Forchheim , auf die Idee, die Flussseeschwalben wieder in die Region zu locken.

Mit Kies gefüllt

Er baute Flöße für die Vögel. Diese, so der Plan, sollten auf den entstandenen Wasserflächen nördlich des Naturschutzgebiets Büg ausgebracht werden. Sie wurden mit Kies gefüllt, um den Tieren eine künstliche Brutgelegenheit anzubieten, so wie es in der Natur hier früher war.

Die LBV-Kreisgruppe Forchheim konnte mit Hilfe der kompetenten Unterstützung der Wasserwacht Forchheim die Flöße auf das Wasser setzen. Es bleibe laut LBV-Kreisgruppe zu hoffen, dass die Flussseeschwalben an ihnen Gefallen finden und wieder eine kleine Brutkolonie im Forchheimer Raum entsteht. red