Eine der profiliertesten Igensdorfer Persönlichkeiten feierte 85. Geburtstag : Altbürgermeister , Kreisrat und Ehrenbürger Erwin Zeiß. 42 Jahre lang hat er die Geschicke der Marktgemeinde gelenkt.

Nach seinem Ausscheiden 2008 aus dem Amt verlieh ihm die Gemeinde die Ehrenbürgerwürde. Bürgermeister Edmund Ulm sagte in seiner Festrede: „Niemand hat in der 900-jährigen Geschichte von Igensdorf die Gemeinde so geprägt wie Erwin Zeiß.“

Die Bürger wählten Zeiß 1966 zum jüngsten Bürgermeister im Landkreis. Er hatte ein Gespür dafür, was gerade wichtig war und wofür es die meisten Zuschüsse gab. Zeiß war damals seiner Zeit weit voraus. Um die damalige Gebietsreform umzusetzen waren „Beharrlichkeit und Geduld“ gefordert. Mit großem Verhandlungsgeschick entstand am 1. Januar 1972 die Großgemeinde Igensdorf , zu deren Bürgermeister Erwin Zeiß gewählt wurde. Er wurde sieben Mal zum Bürgermeister gewählt, und das mit großer Mehrheit. Igensdorf in eine Verwaltungsgemeinschaft mit Gräfenberg einzugliedern, war nicht von Erfolg gekrönt. Am 1. Januar 1980 erhielt Igensdorf seine volle Eigenständigkeit zurück. Die Umsetzung großer Projekte fiel in seine Amtszeit: Lindelberg-Kulturhalle, Igensdorfer Marktfest, Marktsingen, Marktbücherei, Musikschule, Pflegedienst und die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Saint Martin-la-Plaine.

Auch Landrat Herrmann Ulm würdigte das Wirken des Jubilars. Zeiß gehörte dem Kreistag von 1984 bis 2014 an. Dort wirkte er in den Kreisausschüssen mit und brachte seine Erfahrungen ein.

Grußworte überbrachten Pfarrerin Simone Hewelt (Posaunenchor Igensdorf ), Reinhard Zeiß (Vorsitzender des MGV Edelweiß Lindelbach-Stöckach), Peter Thiel (Ehrenvorsitzender FC Stöckach), Sabine Fischer (Leiterin Sing- und Musikschule) und Sebastian Höhn (Vorsitzender Musik- und Trachtenverein). Alle Vereine umrahmten den Festakt mit Musik- und Tanzdarbietungen. Karl Heinz Wirth