Augen zu und genießen.“ So lautete die Devise der Sommerserenade der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) Oberfranken. Die stellvertretende Bezirksvorsitzende, Daniela Drummer , freute sich über die nach aktuellen Bestimmungen fast voll besetzte Wallfahrtskirche in Gößweinstein und begrüßte ihre Gäste sowie Basilika-Organist Georg Schäffner, der ein Konzert gab.

Die Ouvertüre aus dem „Te Deum“ von Marc Antoine Charpentier ist vor allem als „Eurovisionsmelodie“ bekannt und entfaltete ihre besonders feierliche Wirkung durch das präzise schwungvolle Spiel Schäffners sowie den wunderbar barocken Kirchenraum der Basilika Gößweinstein . Anschließend spielte der Musiker das folgende Lied : Johann Sebastian Bachs Toccata, Adagio und Fuge D-Dur . Der Beginn der Toccata bringt virtuose Manual- und Pedalpassagen, denen sich ein nach italienischen Vorbildern angelegter Konzertsatz orchestraler Haltung anschließt. Auf das von großer Cantabilität getragenen „Adagio“ folgt eine musikantische und spritzige Fuge mit ungewöhnlich abruptem Abschluss. Bachs Transkription des dreisätzigen Vivaldi-Concerto C-Dur war ein weiteres besonderes Stück während des Konzerts. Bei der anschließenden Sonate C-Dur handelte es sich um ein Werk des Benediktinerpaters Franz Xaver Schnizer, der Organist in der berühmten Abteikirche Ottobeuren in Schwaben war. Schäffner ließ die Sonate durch festlich-fröhliche Spielweise strahlen.

Der Höhepunkt des Konzerts

Mit „ Fiat Lux “ von Theodòre Dubois führt Schäffner seine Zuhörer dann dem Höhepunkt des Konzerts entgegen. In kompositorischen Kurzformen erzielt er größtmögliche Wirkung durch virtuose und rhythmisch-prägnante Motive.

Die bekannteste Orgelsymphonie von Charles Marie Widor ist die fünfte. Aus dieser bildeten die beiden letzten Sätze das Finale des Konzerts in Gößweinstein . Im Adagio, einem romantisch-meditativen Stück, liefern schwebend klingende Melodien und Flötenregister den für diese Musik charakteristischen Klang. red