Regen Zuspruch fand der 1. Forchheimer Lastenrad-Treff. „Automobilisten zeigen gerne alte Fahrzeuge, sprich Oldtimer . Wir zeigen hier Fahrzeuge mit Zukunft, sprich Lastenräder “, so Gerhard Krahl vom Vorstand des ADFC Forchheim bei der Begrüßung.

Eine ganze Reihe von Lastenradbesitzern hatte sich auf Einladung des ADFC am letzten Freitag auf dem Marktplatz eingefunden. Da war alles dabei: Die beliebten Räder zum Transport von Kindern, vornehmlich aus Dänemark und den Niederlanden. Die idealen Alternativen zum Auto , um Kinder in den Kindergarten und Einkäufe nach Hause zu transportieren. Dann natürlich auch Sonderanfertigungen, wo zum Beispiel ein zweiter Fahrer auf einem Spezialsitz an der Fahrzeugfront Platz nehmen kann. Besonderes Aufsehen erregte eine Riesenkiste auf einem Fahrradanhänger, in der einige ein Bestattungsfahrzeug für Radfahrfanatiker vermuteten. Dem war aber nicht so! Es handelte sich um einen großen Karton für die Anlieferung der Grundeinheiten für Lastenfahrräder , für die dann die ortsansässige Firma von Volker Brandt Aufbauten nach Kundenwunsch anfertigt.

Eine Besonderheit war auch ein „Geschäftsanhänger“, mit dem ein Buckenhofener Installateur Kleinmaterial zu den Baustellen liefert. Ein weiterer Teilnehmer berichtete von seinen Fahrradreiseabenteuern in der norwegischen Einsamkeit, wo ein zusammenklappbarer Anhänger zum Einsatz kam, den man auch in der Bahn mitnehmen kann. Und nicht zuletzt erregte der Selbstbau eines ehemaligen Herkules-Mitarbeiters Aufsehen, der für den Anbau unter anderem Kunststoffabdeckungen von Blumenkübeln als Kotflügel verwendete.

Es bleibt nur noch zu hoffen, dass auch die Radfahrinfrastruktur mit entsprechenden Wegebreiten, Abstellmöglichkeiten und großzügigeren Verkehrsinseln da mithält. Bürgermeisterin Annette Prechtel und Bürgermeister Udo Schönfelder zeigten sich da zuversichtlich. red