Die traditionelle Nikolausjagd der Bayerischen Staatsforsten im Revier Oesdorf war nur ein mäßiger Erfolg gewesen, der Schnee hatte alle Bemühungen durchkreuzt. In Zeiten des Klimawandels und der existenziellen Not der heimischen Wälder dürfe das laut Förster Erich Daum aber kein Grund sein, in den jagdlichen Bemühungen nachzulassen. Denn es sei so, dass der Verbiss in der Region immer noch zu hoch sei und auch die Wildunfälle in Bayern auf trauriger Rekordhöhe seien. Also war im Staatsforst Untere Mark, welcher zum Forstbetrieb Forchheim gehört, am Mittwoch, 5. Januar, noch einmal eine Jagd auf Rehe und Wildschweine angesagt.

Förster und Revierleiter Erich Daum hatte zahlreiche Jägerinnen und Jäger um Unterstützung gebeten. Leicht war es demnach nicht, alle Corona-Auflagen zu erfüllen, aber mit Kontrollen, Abständen und Schutzmasken sei dies gelungen.

Ziel war es schließlich, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, Schäden in Land- und Forstwirtschaft zu vermeiden und den jungen Bäumchen im Wald ein rasches Aufwachsen ohne Verbiss durch Wildtiere zu ermöglichen.

Dieses Mal schickte sogar der Bayerische Rundfunk extra ein Kamerateam, welches die Jagd den ganzen Tag über begleitete. Abgerundet durch Interviews mit zahlreichen Fachleuten wird der Beitrag am Freitag, 14. Januar, um 19 Uhr in der Sendung „Unser Land“ ausgestrahlt. Und die Jagd am Mittwoch war laut Förster Erich Daum deutlich erfolgreicher als die Nikolausjagd. red