Nach einem Winter voller Entbehrungen zieht es zahlreiche Menschen in die Natur, um bei schönem Frühlingswetter Sonne zu tanken. Nicht jedem ist dabei bewusst, dass auch hier bestimmte Regeln zu beachten sind - in großen Teilen des Landkreises Forchheim gilt gerade im Frühjahr ein Wegegebot für Menschen und Hunde.

Die Wiesen im Regnitztal zwischen Baiersdorf und Hausen sowie im Wiesenttal zwischen Forchheim und Ebermannstadt sind ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Hundefreunde. Doch in diesem schönen Flecken der Natur leben eine Reihe von störungsempfindlichen, wiesenbrütenden Vogelarten wie der seltene Wachtelkönig. Daher sind die Flächen als Vogelschutzgebiet "Regnitz- und Unteres Wiesenttal" ausgewiesen. Damit die Flächen auch als Erholungsflächen für den Menschen erhalten bleiben können, sind bestimmte Regeln einzuhalten. Die gesetzliche Grundlage hierfür geben das Bayerische Naturschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz.

Die Brutzeiten

Während der Vogelbrutzeit, also von April bis Ende August, dürfen die Gebiete von Besuchern und ihren Hunden nur auf Wegen betreten werden. Dies gilt übrigens generell auch für alle landwirtschaftlichen Flächen, also Wiesen und Äcker, in der Zeit des Wuchses. Der Grund für Letzteres liegt unter anderem in der möglichen Verunreinigung des Futters durch Hundekot, der bei Kühen und Pferden zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann.

Zusätzlich gilt in den Wiesenbrütergebieten zum Schutz besonders geschützter Tierarten, dass Hunde nicht frei laufen dürfen. Schilder vor Ort weisen darauf hin.

In allen festgesetzten Naturschutzgebieten gilt ganzjährig ein Wegegebot, um die wertvolle Vegetation und seltene Arten zu schützen. Infotafeln vor Ort geben weitere Hinweise und sollten dringend beachtet werden. Im Naturschutzgebiet rund um das Walberla und den Rodenstein beispielsweise bleiben Hunde angeleint, und es soll weder auf noch abseits der Wege Fahrrad gefahren werden.

Auf die Einhaltung der Gesetze achten die Naturschutzwächter, die im Auftrag des Landratsamtes (untere Naturschutzbehörde ) unterwegs sind, wie Jana Wiehn, Gebietsbetreuerin für Schutzgebiete im Landkreis Forchheim, im Landschaftspflegeverband Forchheim, mitteilt. red