Der Betrieb der Wertstoffhöfe im Landkreis Forchheim ist nach einer erfolgten Neuausschreibung des Betreiberauftrags durch das Landratsamt deutlich angestiegen, vor allem wegen der Personalkosten zu den Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe . Dies war nun auch ein Beratungspunkt in der Marktgemeinderatssitzung im Pfarrzentrum Gößweinstein .

Wie Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW) dazu informierte, wurde ihm während einer kürzlich stattgefundenen Videokonferenz mitgeteilt, dass es wohl schwierig sei, vom Landkreis entsprechendes Personal für den Betrieb des Gößweinsteiner Wertstoffhofs am Höhenschwimmbad akquirieren zu können. Bei der Eröffnung der Wertstoffhöfe Anfang der 1990er Jahre stellten noch die Gemeinden das Personal vor Ort dafür. Dies änderte sich nach einer dritten Neuausschreibung jedoch.

Im Kreistag sei man nun zu der Auffassung gelangt, dass die Gemeinden für eine wohnortnahe Abfallentsorgung für ihre Bürger günstigere Personalkosten aufbieten könnten als ein Unternehmer oder der Landkreis selbst. Deshalb sollten die Gemeinden das Personal für die Wertstoffhöfe auch selbst anstellen. Laut einer Mustersatzung würde jede Gemeinde vom Landkreis dafür einen Ersatz von 24,27 Euro ohne Mehrwertsteuer je Öffnungsstunde erhalten.

Die Räte beschlossen, dass der Markt Gößweinstein einen Arbeiter zum Betrieb des Wertstoffhofs einstellt, wenn der Landkreis die Kosten dafür in voller Höhe übernimmt.

Kosten für Winterdienst

Aufgrund des strengen Winters wurden die Kosten für den Winterdienst in Höhe von 55 000 Euro für das Jahr bereits verbraucht. Für den nächsten Winter muss aber schon Streusalz eingekauft werden. Dies schlägt noch heuer mit 50 000 Euro zu Buche. Die Deckung erfolgt nun über eine Reduzierung der Rücklagenzuführung.

Nun „Hardt Südost“

Der Name des Bebauungsplans „Hardt 1“ wurde in „Hardt Südost“ geändert. Nach einer ersten Planauslegung mussten nun die Anregungen und Einwände der Träger öffentlicher Belange abgearbeitet werden. Die beschlossenen Änderungen werden nun in den Entwurf eingearbeitet. Danach folgt die vorgeschriebene zweite Planauslegung, bei der noch einmal Einwände, auch von Bürgern, vorgebracht werden können.

Versehen bei Kita-Notgruppe

In der anschließenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ging es um die Bereitstellung von überplanmäßigen Ausgaben für die Notgruppe (18 Plätze) des katholischen Kindergartens St. Franziskus. Sie hat den Betrieb bereits im Untergeschoss des Pfarrzen­trums aufgenommen.

Nach Abruf des vereinbarten Zuschusses durch das katholische Pfarramt in Höhe von knapp 13 000 Euro war im Rathaus aufgefallen, das heuer dafür versehentlich bei der bereits erfolgten Verabschiedung des Etats keine Haushaltsstelle gebildet worden war. Dies wurde nun nachgeholt. Die Deckung des gemeindlichen Zuschusses zu den Gesamtbaukosten von rund 26 000 Euro erfolgt ebenfalls über eine Reduzierung der Rücklagenzuführung. Die Kita-Notgruppe ist vorerst auf zwei Jahre befristet.