Die E-Mobilität schreitet voran. Doch für die E-Autos braucht es auch ausreichend Ladesäulen. Die Installation von Ladesäulen und das dazu passende Förderprogramm stellte Bernd Kirchhoff-Fischer von der ortsansässigen Firma Kirchhoff Engineering dem Gemeinderat von Kunreuth vor.

Die Ladesäulen werden mit 80 Prozent staatlich gefördert. Sie müssen allerdings öffentlich zugängig sein. Vor allem sind nun auch Kommunen aufgerufen, den Antrag zu stellen. Bernd Kirchhoff-Fischer zeigte die Förderung in seiner Präsentation auf. Gefördert werden die Ladesäulen mit maximal 4000 Euro bei den Normalladestationen, maximal 16 000 Euro bei den Schnellladestationen, die aber teurer sind. Auch die Installations- und Aufbaukosten werden bezuschusst. Die Gemeinde würde einmalig etwa 3500 Euro bezahlen müssen, für die Säule samt Installation.

Neuer Bußgeldkatalog

Einer Ladesäule gegenüber positiv eingestellt ist Bernd Wohlhöfer (Bürgerliste Ermreus), gerade wegen der voranschreitenden E-Mobilität . Doch die Ladesäulen brauchen Platz, und mit den Ladesäulen würden ein oder zwei der vorhandenen Parkplätze wegfallen. Das ist für Wohlhöfer weniger schlimm. Mit dem neuen Bußgeldkatalog würde aber ein Besetzen des Parkplatzes an der E-Ladesäule geahndet werden, selbst wenn dort kein Auto tankt, war ein weiteres Bedenken aus dem Gremium.

„Im Zuge der Umstellung auf E-Mobilität sollten wir uns als Gemeinde beteiligen und zum Klimaschutz beitragen“, sagt Wohlhöfer. Auch Zweiter Bürgermeister Edwin Rank (CSU/Bürgerblock) würde eine Ladesäule installieren, um ein Zeichen zu setzen, auch wenn diese Station wenig frequentiert werde oder die Gemeinde damit kein Geld verdiene, wie als Kritikpunkt an den Säulen aus dem Gremium als Einwand kam. Und ein geeigneter Platz müsste gefunden werden. Die Dorfmitte wurde dazu genannt – der Platz zwischen Bank und Apotheke – oder auch der Platz am Rathaus. Beschlossen wurde noch nichts. „Das Hauptthema ist und bleibt die Standortfrage“, erklärt Bürgermeister Ernst Strian ( Demokratie ). Dazu möchte er weitere Fragen klären: Wer lädt wie lange oder wie wird Effizienz im Sinn von Durchsatz sicher gestellt? Das Thema wird jedenfalls im Rahmen der Gemeinderatsklausur im November weiter behandelt. Denn bis 31. Dezember muss der Antrag gestellt werden, will die Gemeinde bei den Ladesäulen in den Genuss der 80-Prozent-Förderung kommen.