Er ist der Urheber der Tigerente, liefert Post für den Tiger und weiß „Oh wie schön ist Panama“: Der Künstler Horst Eckert alias Janosch , der vor allem für seine illustrierten Kindergeschichten bekannt ist. Von Janosch kommt in diesem Jahr die Jahresgabe des Förderkreises Kaiserpfalz. Interessierte können dabei aus bekannt fröhlichen Farbradierungen mit drei verschiedenen Motiven wählen, teilt der Verein mit.

Bereits seit 1998 bringt der Förderkreis Kaiserpfalz eine limitierte Auflage verschiedenster Jahresgaben heraus. Mittlerweile erfreuen sich die jährlich neu erscheinenden Kunstobjekte und Bilder bekannter Künstler und Künstlerinnen hoher Beliebtheit. Angeboten wurden in den vergangenen Jahren neben Arbeiten lokaler oder regionaler Künstler wie Reiner Schütz, Harald Hubl und Hans Dressel auch Werke von Künstlern mit internationaler Bedeutung wie Peter Angermann oder Ottmar Hörl. In diesem Jahr wird die Tradition mit Janosch fortgesetzt.

Doch wie funktioniert eine Farbradierung? Die Herstellung ist relativ aufwendig: Zunächst zeichnet Janosch mit einem Griffel auf eine mit Wachs beschichtete Kupferplatte, anschließend wird die Platte vom Drucker geätzt und mit einer Tiefdruckpresse gedruckt. Dieser Druck wird anschließend vom Künstler mit Aquarellfarben koloriert. Das kolorierte Blatt geht zurück an den Drucker, der für jede verwendete Farbe eine eigene Druckplatte in Aquatinta herstellt. Diese Technik ermöglicht das Drucken von Flächen. Alle Druckplatten werden nun übereinander gedruckt. Aufgabe des Druckers ist es dabei, ein Druckergebnis zu erzielen, das exakt der kolorierten Vorlage entspricht. Ein Probedruck wird zurück an Janosch geschickt. Nach der Freigabe kann die Auflage schließlich gedruckt und anschließend signiert werden.

Der Förderverein bietet pro Motiv jeweils zehn Drucke an. Die Größe mit Passepartout misst 35 mal 35 Zentimeter, die Plattengröße misst zehn mal zehn Zentimeter. Die Arbeiten haben einen aktuellen Marktwert von etwa 300 Euro, Mitglieder des Förderkreis Kaiserpfalz zahlen 210 Euro, der Preis für Nichtmitglieder liegt bei 240 Euro. Erhältlich sind die Bilder an Kasse des Pfalzmuseums zu den Öffnungszeiten (Mittwoch, Donnerstag 13 bis 16 Uhr, Sonntag 13 bis 17 Uhr). Vom 1. Adventssamstag bis zum 6. Januar gelten Sonderöffnungszeiten: Montag bis Freitag von 15 bis 18.30 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 18.30 Uhr geöffnet. An Heilig Abend, 24. Dezember, am 1. Feiertag, 25. Dezember sowie an Silvester und an Neujahr bleibt das Pfalzmuseum geschlossen. red