Der Heroldsbacher Edgar Büttner ist jetzt Altbürgermeister . Die Redner würdigten seine Arbeit in 26 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit.

Mit zwei Jahren Verzögerung vollzog die Gemeinde Heroldsbach ihren Beschluss. Coronabedingt hatte die ursprüngliche Ernennung abgesagt werden müssen. Zum Empfang mit zahlreichen Gästen kamen die Altbürgermeister Hannfried Graf von Bentzel, Edwin Dippacher, Richard Gügel, Landrat Herrmann Ulm sowie als Überraschungsgast der Heroldsbacher Mundartsänger David Saam, der die Feier musikalisch umrahmte.

Bürgermeister Benedikt Graf von Bentzel erinnerte in seiner Laudatio an das Wirken von Edgar Büttner in seiner Zeit als Bürgermeister . Viele Projekte seien in dessen Amtszeit begonnen und erfolgreich beendet worden, darunter der Bau der Ringstraße, die Ausweisung von Baugebieten (unter anderem die „Sonnenleite“), der Obstgarten in Oesdorf, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und das Fledermauszentrum.

Doch auch das Zwischenmenschliche habe Büttner gepflegt, der auf viele Erlebnisse beim Besuch von Geburtstagen und bei Betriebsausflügen zurückblicken kann. „Robust in Körper und Geist, war er kein Kind von Traurigkeit“, sagte von Bentzel.

„Zwölf Jahre im Leben eines hauptamtlichen Bürgermeisters sind lang“, betonte Büttner und lobte seine Ehefrau Ingrid und die Familie, die viel Zeit ohne ihn verbringen mussten, „denn hinter jedem Mann steht eine starke Frau“. Ausführlich würdigte Landrat Hermann Ulm die Arbeit von Bürgermeister Edgar Büttner. In seiner 26 Jahre langen kommunalpolitischen Tätigkeit habe er die Gemeinde Heroldsbach und den Kreis Forchheim geprägt.

1996 kandidierte Büttner als Gemeinderat auf der SPD-Liste und übernahm sofort als Dritter Bürgermeister die Nachfolge von seinem Vater. Edgar Büttner entstammt einem sozialdemokratischen Elternhaus, engagierte sich als Gewerkschafter und ist in Fürth aufgewachsen. In seine Amtszeit fielen der Bau der Kinderkrippe, die energetische Sanierung der Mittelschule, die Gründung des Schulverbandes, der Erwerb der Bahntrasse und der Umbau des alten Bahnhofs. Ebenso sicherte er mit dem Bau von zwei Tiefbrunnen die Wasserversorgung. Sein Wirken als Kreisrat und stellvertretender Landrat sei von großer Bedeutung gewesen, sagte Ulm, besonders sein Einsatz für die Ansiedlung der Medizintechnik in Forchheim. Die Liste der Projekte ließe sich beliebig erweitern. Mit stehenden Ovationen dankten die Gäste dem neuen Altbürgermeister .