„Was für ein Glück, dass ich in einer Kirche Pfarrerin sein kann, in der ich getauft wurde“, sagte Cornelia Meyer, als sie vor drei Jahren ihren Dienst in der Kirchengemeinde Muggendorf antrat. Ihr Vater sei damals Vikar bei Dekan Karl Kreutzer gewesen, deshalb diese Fügung.

Am Sonntag stand sie nun letztmals in ihrem Amt vor der Gemeinde, nachdem sie von Dekan Günther Werner offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Wir werden uns sehen und wir werden uns hören, denn so ganz verlasse ich die Kirchengemeinde nicht, auch wenn ich Ihre Pfarrerin nicht mehr bin“, so Cornelia Meyer. Sie wird weiterhin in Muggendorf am Waldweg wohnen bleiben.

„Eigentlich wollte ich in meiner Kindheit niemals Pfarrerin werden. Man sieht, was daraus geworden ist“, erinnert sich die scheidende Theologin .

Der Gottesdienst begann mit einem Präludium von Johann Sebastian Bach mit Harald Berghausen an der Orgel. Er wurde musikalisch vom Posaunenchor begleitet. „Dein Dienst in Muggendorf währte nur drei Jahre, aber wir haben erfahren, wer du bist und was du kannst. Du hast deine Arbeit gut gemacht“, so die anerkennenden Worte von Dekan Günther Werner bei der Übergabe der Entlassungsurkunde.

Die Stationen des theologischen Wirkens von Cornelia Meyer waren in den Dekanaten Coburg, Würzburg, Bamberg und vor Muggendorf in der Krankenhausseelsorge in Kempten. Grußworte sprachen für den Markt Wiesenttal Bürgermeister Marco Trautner, für das Pfarrkapitel Peter Zeh aus Kirchahorn und für den Kirchenvorstand Wolfgang Streit.