Am Dienstag, 26. Oktober, ab 15 Uhr werden drei weitere Stolpersteine für ermordete Forchheimer Juden verlegt: vor dem Eingang Wiesentstraße 16 für Flora Heller, geb. 13. März 1886, deportiert am 27. November 1941 nach Riga; vor dem Eingang Wiesentstraße 1 für Berat Sundheimer, geb. 10. November 1872, deportiert am 6. August 1942 ins Ghetto Theresienstadt, ermordet am 6. Dezember 1943; vor dem Eingang Hauptstraße 11 für Grete Zeidler, geb. 30. November 1889, deportiert am 27. November 1941 nach Riga.

Nachdem im Februar 2018 für Emma Rosalie Braun, Ilse Cilly Israel, Gottlieb Braun und Rosa Braun die ersten vier Steine verlegt worden sind, im Juli 2019 weitere vier Stolpersteine für Sofie Kotz, Julius Moritz Prager, Sera Rosenbaum und Rosa Tiesler und im Juli 2020 für Leo und Jenny Abraham und Ida Schönberger, ist damit in dieser Weise den 14 aus Forchheim deportierten und von den Nazis ermordeten Forchheimer Juden gedacht.

Hinter der Verlegung steht das Forchheimer Netzwerk für Respekt und Toleranz. Schülerinnen und Schüler vom Ehrenbürg-Gymnasium werden den persönlichen Hintergrund der Ermordeten vorstellen. Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (PD) ist Schirmherr der Aktion.

Verlegt werden die Steine von dem Künstler Gunter Demnig selbst, der das Projekt Stolpersteine 1992 ins Leben rief. Stolpersteine liegen außer in Deutschland noch in 26 europäischen Ländern.

Insgesamt wurden bisher über 75 000 Steine verlegt. Sie sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Spenden für die Verlegung der Stolpersteine sind willkommen an „Bunt statt Braun Forchheim “ auf das Konto bei der Sparkasse Forchheim , IBAN DE 56 7635 1040 0020 5237 67. red