Gleich drei neue Mobilfunksendeanlagen beschäftigten den Gemeinderat in dessen letzter Sitzung in diesem Jahr. Einem Mobilfunkstandort nordwestlich von Behringersmühle im oberen Wiesenttal in Richtung Waischenfeld wurde zugestimmt. Dieser Standort befindet sich rund 100 Meter entfernt von der nächsten Wohnbebauung in Behringersmühle und liegt rund 70 Meter höher als diese Bebauung.

Weiterhin ging es um einen Standort in der Nähe der Ortschaft Moritz, der schon einmal Thema war. Hier hat die Telefonica GmbH nun ein geeignetes Grundstück zur Errichtung ihrer Sende- und Empfangsanlage für mobiles Breitband gefunden. Dieses Grundstück liegt südlich von Moritz und ist von der nächsten Wohnbebauung rund 250 Meter weg. Der Funkturm soll rund 40 Meter hoch werden, aber aufgrund des Geländeabfalles nach Aussagen der Whitespot GmbH von Moritz aus kaum sichtbar sein.

Auch im Bereich von Hühnerloh will die Telefonica eine Mobilfunksendeanlage errichten die vom letzten Haus in Hühnerloh rund 500 Meter entfernt ist. Ursprünglich war dieser Maststandort auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Pottenstein geplant und wird nach wie vor mit „Pottenstein II“ bezeichnet. Innerhalb des Suchkreis-Clusters hat sich hier aber nun eine Standortverschiebung auf das Gebiet des Marktes Gößweinstein ergeben. Die beiden letzteren Standorte dienten lediglich der Information. Beschlüsse mussten dazu nicht gefasst werden.

Zur der Sitzung war auch Geschäftsführer Bernd Müller vom Igensdorfer Sachverständigenbüro Schneeberg und Kraus gekommen, um die Ergebnisse der Untersuchung des Kanalnetzes im Hauptort Gößweinstein vorzustellen. Alle zehn Jahre ist eine Kommune verpflichtet, ihr Kanalnetz mittels Kamerabefahrung untersuchen zu lassen. Es wurden etwa 47 Kilometer Kanalnetz untersucht und dabei festgestellt, dass rund 27 Prozent der Gößweinsteiner Kanalleitungen sanierungsbedürftig sind. Grob geschätzt rechnete der Experte mit rund 300 000 Euro an Kosten für den Sanierungsaufwand. Ein Beschluss wurde zu diesem Tagesordnungspunkt nicht gefasst, das Thema Kanalsanierung wird den Marktgemeinderat auch im nächsten Jahr weiter beschäftigen.

Der Empfehlung aus der Klausursitzung, die im November in Wichsenstein stattgefunden hatte, ein geeignetes Büro mit der Erstellung eines Organisationsgutachtens zu beauftragen, wurde zugestimmt. Dabei sollen die vorhanden Stellen bewertet und der Stellenbedarf festgestellt werden. Als sehr wichtig erachteten man auch die Digitalisierung der Marktverwaltung. Für die EDV-Betreuung des Marktes soll daher eine professionelle Lösung mit technischem Support und entsprechender Ausstattung gefunden werden.

Während der nächsten Klausurtagung im Frühjahr 2022 wird sich der Marktrat in Zusammenarbeit mit dem Büro Klimakom mit dem Themenkomplex Bauland/Gewerbeflächen beschäftigen.