Die Kommune richtet sich darauf ein, 2024 das 850. Jubiläum der Ersterwähnung zu feiern. Die Jahreszahl 1174 steht fest; eine frühere Nennung eines ähnlich klingenden Namens bezog sich laut Katrin Heimann (DEL) auf einen Ort bei Kronach. Die Gemeinde ist dabei, einen Festausschuss ins Leben zu rufen. Bürgermeister Peter Lepper (FW) wird in der nächsten Zeit Bürger ansprechen, von denen man hofft, sie würden sich einbringen.

Bei einer Auftaktveranstaltung im Januar möchte man die unterschiedlichen Vorgehensweisen von Poxdorf und Pinzberg vergleichen und eventuell einen eigenen „Jubiläums“-Verein gründen.

Unter zwei Millionen Euro

Die turnusgemäße Befahrung der Abwasserleitungen steht an, rund 18 Kilometer Hauptleitungen und 50 der 2000 Anschlussleitungen sind per Kamera zu prüfen. Wolfgang Harrer vom Ingenieurbüro Sauer & Harrer beantwortete die Fragen des Gemeinderats . Da bei der letzten Befahrung 2008 kein Kanalsanierungskonzept erarbeitet wurde, soll nun wegen der vielen Schäden eine Dringlichkeitsliste nach Schadensklassen erstellt werden.

2008, so erinnerte sich Heimann, standen Sanierungskosten von vier Millionen Euro im Raum. Soweit per Inliner saniert werden kann, liegt die Gesamtsumme heute bei weniger als zwei Millionen Euro. Bei Sanierungen von Leitungen, die bereits an der Belastungsgrenze liegen, sollte eine größere Weite gebaut werden. Das werde im Konzept berücksichtigt, sagte Harrer auf Nachfrage von Jens Herzog (FW).

Die Leistungsfähigkeit eines Abwassernetzes, so betonte Harrer, sei auf Regenereignisse ausgelegt, die im Schnitt alle drei Jahre auftreten. Leitungen auf stärkere Regen auszubauen, sei wirtschaftlich und technisch nicht machbar.

Dieser Fakt spielt im Mozartring eine Rolle. Dort packte das Leitungsnetz den starken Regen am 22. Juni dieses Jahres nicht. An der tiefsten Stelle des Straßenzugs sammelte sich das Wasser und floss in großen Mengen in ein Privatgrundstück. Die Eigentümer beantragten deshalb bei der Gemeinde eine Entlastung der Kanalisation .

Mit einer einfachen Erweiterung kommt man da wohl nicht weiter. Denn das Wasser sammelt sich von der Schubertstraße und auch in der Dr.-Rühl-Straße. Die Lösung könnten Abfanggräben und kleinräumige Rückhaltungen sein.

Niemand wollte verkaufen

Als Reaktion auf das große Hochwasserkonzept nach der Flut von 2007 hat Effeltrich für Regenrückhalte bisher 600 000 Euro zurückgelegt. Damals sollten vier oder fünf große Becken geschaffen werden. Hier ging es vorrangig um Wasser, das von außen in den Ort fließt. Gescheitert ist man, weil keine Grundeigentümer bereit waren, Gelände zu verkaufen.

Zur Klärung will die Kommune eine Computersimulation in Auftrag geben. Sie kann nach dem Regionalen Sturzflutmanagement gefördert werden, wenn im kommenden Jahr das Programm wieder aufgelegt wird. Die Kosten dürften bei rund 20 000 Euro liegen.