Ganz Adelsdorf glich am Sonntag – nach einem Jahr Zwangspause – einem Trödelmarkt. Fast 200 Haushalte hatten sich an diesem vierten Garagen- und Hof-Trödelmarkt beteiligt. Die hohe Anmeldezahl zeugt davon, dass sich alle nach der langen Zeit des Verzichts ganz besonders auf dieses gesellige Ereignis freuten .

Ein Ehepaar aus Wendelstein bei Nürnberg war extra nach Adelsdorf gefahren und sah sich gerade in Wiesendorf in den „Wiesendorfer Arkaden“ um. Hier gab es viele Stände der Dorfgemeinschaft. „Es passiert ja sonst nix“, meinten die beiden Trödelmarktbesucher zufrieden . Vollbepackt gingen nicht nur sie von dannen. Allen machte es viel Spaß .

Der Trödelplan lag jedem Mitteilungsblatt am Freitag bei, und am Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr konnten sich die interessierten Schnäppchenjäger bei herrlichem Wetter auf Trödeltour begeben. Auch in den Adelsdorfer Gemeindeteilen – von Wiesendorf bis Aisch, Neuhaus und vor allem im Adelsdorfer Neubaugebiet „Seeside“ – gab es Trödelstände, die weithin sichtbar mit bunten Luftballons gekennzeichnet waren. Es gab Geschirr, Kleidung, Kunst und Krempel, Spielzeug, Werkzeug und mehr zu erwerben. „In Adelsdorf ist endlich wieder was los“, hörte man von den begeisterten Trödlern, aber auch von vielen, auch auswärtigen Besuchern wie zum Beispiel aus Fürth.

Appell an die Besucher

„Ich finde es gut, dass die Keller und Speicher leer geräumt werden. Meistens landet ja so manch gutes Teil einfach auf dem Sperrmüll, und auf diese Weise findet es vielleicht doch wieder Verwendung“, sagte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW), der auf seinem E-Scooter durchs Dorf rollerte, zufrieden . Trotz allem hatte er im Vorfeld dringend darum gebeten, die AHA-Regeln einzuhalten. „Schützen Sie sich und andere, damit wir alle gesund bleiben und weiterhin gemeinschaftliche Erlebnisse in Adelsdorf umsetzen können!“, lautete sein Appell. Auf alle Fälle war die Aktion ein voller Erfolg .