Es war die letzte Dekanatssynode von Günther Werner . Der Dekan des evangelischen Kirchendekanats Forchheim mit Sitz in Muggendorf geht Ende November in den Ruhestand.

Werner gab den versammelten Synodalen zwei Aufgaben mit auf den Weg, die sie in den kommenden Jahren meistern müssten: Der Landeskirche fehlen Pfarrerinnen und Pfarrer , und sie habe in Zukunft auch weniger Geld. Für das Dekanat bedeute dies den Wegfall von zwei Pfarrstellen und einer halben Stelle bei der Kirchenmusik. „Was kann man entwickeln, dass es am Ende keinen zu hart trifft?“, fragte der scheidende Dekan. „Wir müssen in Zukunft nicht nur an die Ortskirchengemeinde, sondern überregional denken und dabei überlegen, wie wir die Arbeit gemeinsam schaffen.“ Dies erfordere eine gewisse Umstrukturierung zwischen den 13 Kirchengemeinden im Dekanat.

Christian Stuhlfauth von der Gemeindeakademie in Rummelsberg schilderte die Situation aus Sicht der Landeskirche . Die Kirchensteuereinnahmen gehen nach seinen Worten zurück: Der Altersdurchschnitt bei Pfarrern und Pfarrerinnen steige steil an. Den Ruhestandsversetzungen kommen laut Stuhlfauth zu wenige junge Theologen nach. Die Ausgangslage der Personalentwicklung in der Landeskirche sei auch dadurch geprägt, dass Glaube und Religion in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung verlieren, so Stuhlfauth.

Zurzeit läuft die Landesstellenplanung der evangelischen Kirche in Bayern, befristet bis zum Jahr 2024. Die verfügbaren Planstellen werden auf die Dekanate verteilt. Diese müssen dann schauen, wie sie damit umgehen. Der Dekanatsausschuss ist zuständig für die Verteilung des Stellenkontingents innerhalb seines Dekanatsbezirkes. Die Frage lautet: Wie können die Personalprobleme im Dekanat Forchheim gegenwärtig gelöst werden? Eine Steuerungsgruppe leistet die Vorarbeit für einen Verteilungsbeschluss, den der Dekanatsausschuss Ende des nächsten Jahres umsetzt.

Der Synode lag auch der Bericht des Dekans vor. So habe die Corona-Pandemie das kirchliche Leben sehr eingeschränkt, sagte Günther Werner . Präsenzgottesdienste seien nur unter Maskenpflicht und Abstandsregeln gehalten worden. Auch die Gottesdiensteinlagen gingen laut Werner zurück.

Kirchliches Leben in Zahlen im Dekanat: 90 Taufen, sieben Neueintritte, 117 Austritte, 95 Konfirmierte, 33 Trauungen , 182 Bestattungen . Erfreulich: Das Kirchgeld, eine freiwillige Abgabe der Kirchengemeindemitglieder, betrug 125 600 Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent gestiegen. Der vom Dekanatsausschuss aufgestellte Haushaltsplan 2021 wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Er schließt mit einem Volumen von 315 464 Euro ab. hl