„Das Gute siegt! Heiliger Georg – Erzmärtyrer und Drachentöter“ heißt die neue Sonderausstellung im Wallfahrtsmuseum Gößweinstein . Nachdem die geplante Eröffnung am Georgstag (23. April) ausfallen musste, durfte die Museumsleiterin Regina Urban die Sonderausstellung am Freitag in einer kleinen repräsentativen Öffentlichkeit vorstellen.

Bis zum 17. Oktober ist dieSchau nun unter den jeweils geltenden Corona-Bestimmungen zu sehen. Der heilige Georg ist einer der beliebtesten Namenspatrone und Heiligen. In der katholischen Kirche ist er unter anderem Angehöriger der Vierzehn-Nothelfer-Gruppe. Die orthodoxe Kirche verehrt ihn als Erzmärtyrer und Drachentöter, und selbst im Islam gilt er als ein Prophet und Förderer der Feldfrucht.

Die Überlieferung

Seine Historizität ist dagegen bis heute umstritten. Die ursprüngliche Überlieferung als Blutzeuge Christi tritt hinter seiner legendären Gestalt des Drachentöters in den Hintergrund. Erstmals in die Dauerpräsentation integriert, reiht sich die Sonderausstellung um die bemerkenswert elegante Figur eines jugendlichen Georg, der stehend den Drachen bezwingt. Vorbild der Skulptur aus dem späten 19. Jahrhundert ist eine etwa 400 Jahre frühere spätgotische Figur, die dem Gößweinsteiner Georg Ritter von Königsfeld als Verkörperung seines Namenspatrons hätte dienen können.

Pilgerfahrt ins Heilige Land

Von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land zurückgekehrt, leistete jener Gößweinsteiner Ritter mit einer großen Ablassurkunde 1511 Vorschub für die heimische Wallfahrt . Gegen 1890, etwa gleichzeitig mit der Kopie der spätgotischen Georgsfigur, erfuhr die Gößweinsteiner Burg eine umfassende Renovierung . Die Neugestaltung der Burgkapelle präsentiert den heiligen Georg gleich mehrmals, wobei der Drachenkampf als große Wandmalerei seinen besonderen Reiz hat.

Die Öffnungszeiten des Museums sind Mittwoch, 14 bis 17 Uhr, Donnerstag, Samstag und Sonntag von 10.30 bis 17 Uhr, Freitag, 9 bis 17 Uhr, montags und dienstags geschlossen. Wegen der wechselnden Auflagen in der Krise empfiehlt sich die telefonische Auskunft im Museum (09242/740425). red