In diesem Jahr feiert der „Club 72 – Fränkische Geselligkeit“ aus Oberehrenbach sein 50-jähriges Bestehen. Seit Herbst 2021 laufen die Vorbereitungen für das große Ereignis – immer wieder ausgebremst durch Corona. Der erste größere Schritt war bei der jüngsten Mitgliederversammlung die Ernennung von Landrat Hermann Ulm zum Schirmherrn des Festes.

„Für mich ist das etwas Besonderes“, meinte Ulm, und erzählte, dass er während seiner Kindheit viel Zeit bei seiner Oma in Oberehrenbach verbracht hatte – besonders unter den schönen Kirschbäumen. Er freute sich über die Geschenke, die ihm überreicht wurden. „Wir wollten bereits hier etwas Besonderes machen und ihm die Schirmherrschaft in feierlichem Rahmen übergeben“, meinte Schriftführer Tobias Schmitt, dessen Idee diese Ernennung war.

„Der Club hält das kulturelle Leben im Ort zusammen“, sagte Bürgermeister Florian Kraft, der sich auf die kleine Feier mit Festkommers im Juni und die große Kerwa-Feier im September freut. „Bis dahin gibt es noch viel zu tun, aber wir sind voll mit den Vorbereitungen beschäftigt“, äußerte der Vereinsvorsitzende Christian Kern und gab auch gleich eine Aufgabenliste aus, denn es ist schon etwas Besonderes für ein kleines fränkisches Dorf, ein solch großes Fest zu stemmen.

Das Programm

Vom 9. bis 12. September wird es kaum ruhig sein in Oberehrenbach . Denn gleich am Freitag spielen „Chili Roses“ im Festzelt und danach die „Fäaschtbänkler“ aus der Schweiz. „Dass wir die gewinnen konnten, da sind wir ganz besonders stolz“, so Tobias Schmitt. Weiter erzählt er, dass am Samstag der Kerwabaam eingeholt und aufgestellt wird. Danach bebt das Festzelt bei Musik mit den „Stadelhofern“.

Christian Kern verrät, dass es am Sonntag einen großen Umzug mit 35 Gruppen geben wird und danach Blasmusik und Partypower mit den Leutenbacher Musikanten. Am Montag findet dann das Betznaustanzen statt und die Kerwa klingt mit der Blaskapelle Niedermirsberg aus. „Aber daran denken wir noch nicht, denn bis dahin gibt es viel zu tun“, meint Kern.

Bei den Vorbereitungen hilft auch Gerhard Arzt, Vereinsgründer und Ehrenmitglied. „Ich bin ja so stolz auf die Jungen, dass die das so gut machen und unseren Verein so gut fortführen“, sagt er. Anton Kaul ist ein weiteres Gründungsmitglied. Er fügt hinzu: "Klar, schließlich haben wir die Kinder so erzogen, dass sie hier weitermachen.“ Alle sind sich jedoch einig: Sie freuen sich auf die Feiern in diesem Jahr. red