Das Planungsbüro Bernard Lorenz (Nürnberg) und Janina Werner stellten im Gemeinderat den mit Bürgermeister, Verwaltung sowie Kindergartenleitung besprochenen Entwurfsplan zur Gestaltung der Außenanlagen am Kindergarten Hetzles vor. Klar wurde, dass sich die Ratsmitglieder eine möglichst gute Ausstattung wünschen.

Schon im abgelaufenen Jahr wurde im Gremium die Überarbeitung der bestehenden Gartenfläche beraten. Damals waren die hohen Kosten kritisch betrachtet worden. Das Gremium hatte deshalb entschieden, die Planer eine günstige Variante erarbeiten zu lassen, die nun vorgestellt wurde.

Die Aufgabe habe einem Drahtseilakt zwischen dem Druck, Kosten einzusparen, und dem Nutzen für die Kinder geglichen, sagte Landschaftsarchitekt Lorenz. Die vorgestellte Planung überzeugte nicht nur den Gemeinderat , sondern auch die anwesende Kindergartenleitung, die ganz happy war, sowie die Planwerkstatt Rosbigalle und Glauber.

Im Ü-3-Bereich wird der Sandspielbereich bei den Spielterrassen angelegt und in der Nähe die Matschzone. Die bestehenden Spielgeräte würden, soweit sie noch in einem guten Zustand sind, weiterverwendet, erklärt Lorenz. Auf dem 2748 Quadratmeter großen Außenbereich wird es eine Rennstrecke für Bobbycars geben, einen Aussichtsturm sowie eine Rodelbahn im Winter.

Auf drei Ebenen

Auf drei Ebenen sind unterschiedliche Bereiche wie ein Abenteuerpfad, Entdecken und Erfahren und Giardino Segreto (Geheimer Garten) mit ökologischer Nische vorgesehen, wo Insektenhotels, Totholz sowie Steinhaufen für Eidechsen geplant sind. Der Geheime Garten wird durch einen Zaun getrennt und kann nur unter Aufsicht betreten werden.

Im Bereich für die unter Dreijährigen gibt es Weidentipis, Spielterrasse, Matschzone, Wippschaukel und außerdem nur vereinfachtes altersgerechtes Spielgerät.

Die Gesamtkosten für das Außengelände betragen 349 398 Euro, das sind 125 Euro pro Quadratmeter. In mehreren Wortmeldungen wurde deutlich, dass es sich die Ratsmitglieder wünschen, den Kindern möglichst viel zu bieten. Auch das Kindergartenteam brachte seine Freude über die Entwurfsplanung zum Ausdruck. Die Fertigstellung ist zum Oktober geplant. In der März-Sitzung soll die Planung genehmigt werden und die weitere Beauftragung des Planungsbüros erfolgen.

Im Juli 2020 hatte der Gemeinderat Hetzles sein Einvernehmen zu einer Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus in Honings erteilt. Das Landratsamt Forchheim sah die Grundzüge der Planung des geltenden Bebauungsplans in Honings verletzt und kündigte an, den Antrag nicht zu genehmigen, der deshalb aus Kostengründen zurückgezogen wurde. Zur Realisierung von Wohnbebauung seien planerische Voraussetzungen erforderlich, so die Argumentation der Fachbehörde, berichtete Bürgermeister Michael Bayer (BBH) in der Gemeinderatsitzung.

Dazu ist die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans sowie des Flächennutzungsplans in Honings notwendig. Es seien deshalb zwei parallel verlaufende Bauleitplanungen im gleichen Umfang notwendig. Zu einer wirtschaftlichen Realisierung haben sich zwei Interessenten zusammengeschlossen, so dass nun beide als Planbereich bezeichnete Flächen mit fünf Bauparzellen überplant werden.

Aufgrund der bestehenden kanalmäßigen Erschließungsproblematik kann die Bauleitplanung nur erfolgreich sein, wenn eine neue wasserrechtliche Erlaubnis zum Einleiten größerer Mengen in den Weiher/Gemeindebrunnenbach vom Landratsamt erteilt wird oder das Niederschlagswasser und geklärtes Abwasser auf den Baugrundstücken versickert. Ein bereits erstelltes Versickerungsgutachten stellt die Möglichkeit einer Muldenversickerung in Aussicht.

Lärmgutachten

Aufgrund der Nähe zur Staatsstraße ist ein Lärmgutachten erforderlich. Ein potenziell weiteres Verfahrenshindernis ist die Nähe zu einem vermuteten Bodendenkmal.

Das Gremium befürwortete die Überplanung der Flächen. Der formelle Aufstellungsbeschluss ist in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro von der Verwaltung auszuarbeiten.