Mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik befasste sich der Pinzberger Gemeinde­rat in seiner Sitzung in der Grundschul­turnhalle. Dem Gremium unter der Leitung von Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein (FW) erläuterte Ralf Schwarz, Kommunal­betreuer beim Unternehmen Bayern­werk, in einer Präsentation die verschiedenen Möglichkeiten.

Er zeigte die Funktion einer klassischen Lampe im Vergleich zu einer LED-Leuchte auf. Für Straßenlampen mit LED spreche einiges, sie bleiben kühler. Damit verbrauchen sie weniger Energie. Außerdem verschmoren an den Lampen weniger Insekten.

Neben dem Klima­schutz sind sie auch noch wirtschaftlicher. Trotz höherer Anschaffungskoten würden mit den neuen Leuchten große Vorteile einhergehen. Ralf Schwarz zählte beispiels­weise die Möglichkeit zur Leuchtkraft-Dimmung und die Möglichkeit zur Licht­lenkung auf. Der alle fünf Jahre anstehende Leucht­mittel­wechsel sei passé. Vor allem aber spreche das Strom­spar­potenzial für die Technik.

Bei den insgesamt 180 Leuchten in der Gemeinde könne der jährliche Verbrauch von 43 443 Kilowattstunden auf 13 294 gesenkt werden. Schwarz rechnete mit einer Kosten­reduzierung von bisher 9557 Euro auf 2924 Euro pro Jahr. Die Amortisation der Investitions­kosten in Höhe von 39 700 Euro wäre nach sechs Jahren erreicht, sagte Schwarz.

Da die Gemeinde nun umrüstet, kann sie auch Fördergeld beantragen. Das Bayern­werk, sagte Simmerlein, übernehme die Umstellung auf LED für Gosberg, Dobenreuth und Elsenberg. Für Pinzberg werde separat mit dem Stromversorger Elektra über die Umstellung verhandelt. Sobald eine Zusage für die Förderung aus dem Bundes­innenministerium vorliege, erfolge die Umrüstung , erklärt Bürgermeisterin Simmerlein.

Papier und Ordner sparen

Der Pinzberger Gemeinde­rat möchte mit der Einführung eines Rats­informations­systems Papier und Ordner sparen. Das Rats­gremium beschloss die Anschaffung eines Rats­informations­systems. Nach Darstellung von Bürgermeisterin Simmerlein werden mit dem System Verwaltungsabläufe deutlich optimiert, immense Papier- und Kopier­kosten eingespart sowie die Informations- und Recherchemöglichkeiten in erheblichem Umfang verbessert. Ab 1. Juli möchte die Verwaltung damit starten.

Das Thema Schnelltestzen­trum in Pinzberg steht nicht zur Debatte, da bei Apotheken , Hausärzten und den zahl­reichen Schnell­test­zentren genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Video­sitzungen des Gemeinde­rats in Zeiten von Corona? Das klingt einleuchtend und verlockend zugleich angesichts der erneut verschärften Vorgaben zur Vermeidung von persönlichen Kontakten. Doch was sich so einfach anhöre, lasse sich nicht so einfach umsetzen, sagte Simmerlein. Denn es stünden etliche rechtliche Hürden, aber auch technische Umsetzungs­probleme dem entgegen. Deshalb sehe man in Pinzberg von Video­sitzungen ab.