Nach über zweijähriger Pandemiepause kamen „Les quatre baguettes“ an einem herbstlichen Abend zurück auf die Bühne. Im Innenhof der Jägersburg hätte man sich zehn Grad mehr gewünscht. Und dennoch folgten fast 200 Gäste der Einladung des Kulturamtes des Landkreises zum Programm „ Chansons , Canzoni, Lieder “.

Sänger Claus Schwarzmann und seine Musikerfreunde präsentierten in bester Spiellaune bekannte französische Chansons . Die musikalische Vielfalt startete mit „Amsterdam“ von Jacques Brel über „L’important, c’est la rose“ von Gilbert Bécaud oder „Le soleil et la lune“ von Charles Trenet und reichte bis hin zu „Je veux“ vom aktuellen Superstar Zaz.

Dabei überzeugten die „Baguettes“ auch mit Alexander Spengler, dem neuen Rhythmusgeber am Kontrabass, und mit ganz eigenen Arrangements. Zu besonderer Hochform lief Claus Schwarzmann bei den Canzoni von Paolo Conte auf. „Azurro“ und „Via con me“ ließen keine Wünsche offen.

Auch die jiddischen Lieder „Bey mir bistu scheyn“ oder „Brieder“ präsentierte die Gruppe mit ganz viel Verve. Hier brillierte Marion Andersons am Saxofon mit höchster Spielkunst. Beim russischen Kutscherlied „Padruschka“ zeigte Akkordeonist Alexander Schröder, dass er nicht nur sein Instrument mit traumwandlerischer Sicherheit beherrscht, sondern auch sängerisch Akzente setzt. Mit Balkanklängen, dem spanischen „Guantanamera“ oder dem deutschen Lied „Paris“ von den Wise Guys rundeten die „Baguettes“ die ganze Vielfalt ihres Programms ab, bevor mit „Nathalie“ der Vorhang an einem mittlerweile kalten Abend fiel.

red