Das könnte richtig teuer werden für den Markt Gößweinstein . Denn die Stützmauer des Gößweinsteiner Kinderspielplatzes unterhalb des ehemaligen Hallenbades (heute Wohnanlage) bröckelt gewaltig und droht einzustürzen.

Dies wurde in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses bekannt, der die Verwaltung beauftragte, den wirtschaftlichsten Anbieter für einen Ingenieurvertrag zu ermitteln. Die gut 300 Meter lange Natursteinmauer an der sehr steilen Böschung zwischen der Heinrich-Faust-Straße und der Grünfläche des Spielplatzes sowie der Wegeanbindung zur Balthasar-Neumann-Straße wirkt nicht nur sehr instabil. Es seien auch schon große Gesteinsbrocken heruntergekommen, berichtet ein Unterlieger, der dort ein Haus hat.

Mindestens vor 100 Jahren, so schätzt Marktgemeinderat Konrad Schrüfer (FW), wurde diese Trockenmauer als Halt für die Böschung aus Natursteinen aufgeschlichtet und teilweise mit Mörtel befestigt. Diese sind nun aber derart ausgewaschen, dass die ganze Mauer schon einsturzgefährdet ist. Lediglich die Hecken an der Böschung und deren Wurzelwerk halten die Steine noch einigermaßen zusammen. "Eine Sanierung der Mauer ist unumgänglich, um Gefahren für den Einsturz der Mauer abzuwenden", betont Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW) nach einer Ortsbegehung mit Ingenieur Norbert Winter.

Laut Winter sei zu überlegen, wie die neue Böschungsbefestigung aussehen soll - entweder wieder mit Natursteinen, einer Stahlbetonwand oder Palisaden. Nach einer Schätzung würde das Baugrundgutachten 6000 Euro kosten, die Vermessung rund 2500 und das Ingenieurhonorar einschließlich Vorstatik rund 17 000 Euro. Schrüfer schätzt die gesamten Baukosten auf mindestens 300 000 Euro. Er schlug vor, auch zu prüfen, ob man die Mauer nicht kostengünstiger mit einem Stahlnetz sichern könnte wie bei den Felssicherungen.

Weiterhin hatte sich der Ausschuss mit der Bauvoranfrage zum Kindergartenneubau des Johannischen Sozialwerks auf dem so genannten "Hümmer-Acker" zwischen der Behringersmühler- und der Badangerstraße zu beschäftigen. Anstelle des im Bebauungsplan vorgeschriebenen Satteldachs will das Sozialwerk ein begrüntes Flachdach mit zwei Prozent Dachneigung. Dem stimmten die Räte zu.