Solch hohen Besuch wie Joachim Rukwied, den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes , hatte das Landwirtschaftsforum in neun Jahren noch nie. Wie aus einer Pressemitteilung des Bauernverbandes hervorgeht, warb Rukwied um den landwirtschaftlichen Nachwuchs. Immerhin gehe es um Deutschlands Ernährungssicherheit.

Immer mehr Landwirte gäben auf. Sie könnten die ständig steigenden Anforderungen nicht mehr bewältigen. Besonders die Rinder- und Schweinehalter treffe es hart. „Die Entwicklung ist beängstigend.“

Im vergangenen Jahrzehnt habe sich die Zahl der Schweine auf deutschem Boden um fast sechs Millionen verringert. Im gleichen Zeitraum habe man in Spanien massiv in die Schweinehaltung investiert. „Es hat nur eine Verlagerung stattgefunden“, erklärte Rukwied.

Ein großer Aufwand

Geringere Kosten für Mitarbeiter seien aber nur ein Puzzleteil. Viel dramatischer sei es bei den Auflagen. Es benötige unzählige Stunden, in denen die Bauern am Laptop säßen und Statistiken, Anträge oder Formulare ausfüllen. Dann wurde der Bauernpräsident deutlich: „Der Bauer muss wieder mehr Erzeugung machen und weniger Dokumentation.“ Es brauche mehr Freiräume.

Rukwied sieht die Zukunft in der nächsten, gut ausgebildeten Generation. Die aber werde durch ständige Beobachtung und Kritik fachfremder Menschen demotiviert, ergänzte Oberfrankens Bauernpräsident Hermann Greif.

red