Mit dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Hetzles „Nordost“ zur Errichtung von vier Zweifamilienhäusern befasste sich der Gemeinderat von Hetzles . Baurechtlich gesehen handelt es sich um einen Außenbereich, erklärte Bürgermeister Michael Bayer (BBH), weshalb das Bauvorhaben unzulässig sei und nur nach neuer Planung verwirklicht werden könne.

Für eine Anpassung des Flächennutzungsplans sowie der Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans wären zwei aufwendige Verfahren notwendig, die bis zum Abschluss zwei bis drei Jahre dauern könnten. Um die Kosten der Planer und Gutachter für die Gemeinde neutral zu halten, müsste mit dem Bauwerber eine Kostenübernahme vereinbart werden, da dies unabhängig vom Gelingen oder Scheitern des Projekts anfiele. Kritisch wird die Straßenbreite gesehen. Ob diese als ordnungsgemäße Zufahrt ausreicht? Als weiteres Problem erweist sich die Abwasserbeseitigung und der unmittelbar angrenzende Schlierbach. Ein bestehendes Hochwasserbeseitigungskonzept sieht am Bach einen 15 bis 20 Meter breiten Randstreifen für Auwald und Gewässergehölz vor, der über den herkömmlichen zehn Meter Gewässerrandstreifen, der als Bauverbotszone gilt, hinausgeht.

Anonymes Schreiben

Auch erreichte die Gemeinde ein anonymes Schreiben, in dem sich anscheinend Hetzleser Bürger gegen eine Zerstörung dieses Naturbereichs wenden und auf die ökologische Bedeutung dieses Gebietes hinweisen. Das Gremium lehnte mit 12:1 Stimmen den vorgelegten Beschluss, eine Bauleitplanung anzustreben sowie eine Kostenvereinbarung mit dem Antragsteller abzuschließen, ab.

Die Gemeinderäte s befassten sich ebenfalls mit der Vergabe der Planungsleistungen betreffend eines Regenüberlaufs (RÜ). Damit werden die Auflagen der wasserrechtlichen Genehmigung für die gemeindlichen Kanalbauwerke umgesetzt.

Für die Bauwerke RÜ 11a und RÜ 11b ist die Gemeinde eigenständig verantwortlich. Seit 2018 besteht eine beschränkte wasserrechtliche Genehmigung mit der Auflage das Regenüberlaufbauwerk 11 umzubauen und die Planunterlagen bis Dezember 2020 einzureichen. Einer Fristverlängerung stimmte das Landratsamt Forchheim bis Ende 2021 zu mit der Auflage, bis dahin erneut einen Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis zu stellen.

Eine fachgerechte Planung ist nur möglich, wenn feststeht, welche Niederschlags-, Fremd- und Schmutzwassermengen zurückgehalten werden müssen. Ebenfalls ist die Gesamtschmutzfrachtberechnung des Abwasserzweckverbands notwendig, aus der sich ergibt, wann wie viel Abwasser in die Anlagen fließt.

Nach einer Ausschreibung lagen nun dem Gremium drei Angebote vor, aus denen die Räte den wirtschaftlichsten Anbieter, die Gaul-Ingenieure, mit der Erstellung eines hydraulischen Nachweises sowie einer Sanierungsplanung für das Regenüberlaufbauwerk 11b einstimmig beauftragten.