Die Leiterin der katholischen Kindertagesstätte „Haus für Kinder St. Jakobus Leutenbach “ konnte zu einer Ortsbesichtigung zum Fortgang der umfangreichen Sanierungs- und Anbaumaßnahmen die Mitglieder des Gemeinderats Leutenbach willkommen heißen. Lydia Heilmann informierte über die Baufortschritte. Der Hort will seine Betreuungskapazitäten von aktuell 80 auf dann 100 Kinder erweitern.

Neu ist ein Anbau zur Straße hin, in dem ein helles und großes Bistro untergebracht werden soll. Aktuell sind es 60 Kinder, die täglich mittags warm essen. Heilmann geht davon aus, dass es mehr werden. Geliefert wird das Mittagessen vom ASB Gräfenberg, weshalb das neue Bistro lediglich über eine Ausgabeküche verfügt. Denn würde man selbst kochen, bräuchte man mindestens zwei Köche. Für das Personal sei derlei aber schlicht nicht leistbar, so Heilmann.

Jeder Raum hat eine Außentür

Neu ist auch ein Elternbesprechungsraum in der früheren Garage und ein neuer Gruppenraum sowie die sanitären Anlagen für die Mittagsbetreuung der Schulkinder . Eine Gruppe ist derzeit wegen der Baumaßnahmen noch im benachbarten Pfarrzentrum ausgelagert. Alles musste behindertengerecht gebaut werden, und nach einem 6000 Euro teuren Brandschutzkonzept wurde unter anderem auch vorgeschrieben, dass jeder Raum eine Ausgangstür ins Freie hat.

„So sind 14 Außentüren entstanden, weil jeder Raum einen Fluchtweg mit Panikverschluss braucht“, erklärt die Kindergartenleiterin. Für sie und ihre Kolleginnen bedeute dies aber auch, dass täglich kontrolliert werden muss, ob alle Außentüren auch abgeschlossen sind.

Gesamtkosten steigen

Großes Glück, was die Baukosten angeht, hatte man, weil die Ausschreibung noch vor dem enormen Anstieg der Materialkosten erfolgte und mit dem Ausbaggern schon im April letzten Jahres begonnen werden konnte. Die Gesamtkosten wurden ursprünglich auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt. Damit werde man aber nicht ganz auskommen, ist sich nicht nur Bürgermeister Florian Kraft (FW) sicher.

Eine große Herausforderung ist nun noch die Gestaltung der Außenanlagen, vor allem für die Kinder der Kinderkrippen. Während der anschließenden Ratssitzung beschloss der Rat, der Kirchenstiftung einen 50-prozentigen Zuschuss zur Erneuerung der Glasüberdachungen hin zum Spielplatz und für WC-Trennwände zu gewähren. Dafür fallen etwa 12.000 Euro an Kosten an.