Die Energiepreise werden weiter steigen, sagen Experten angesichts der Entwicklungen in der Ukraine. Dadurch hat das Anliegen der Anton-Landgraf-Stiftung zusätzliche Aktualität bekommen.

Das Ehepaar Gabriele und Egon Landgraf hat sie 2017 im Gedenken an die zeitlebens wohltätige Haltung ihres Vaters bzw. Schwiegervaters, des Gründers der gleichnamigen Schuhfabrik, ins Leben gerufen. Sie richtet sich an alle Landkreisbewohner ab 60 Jahren, die ohne eigenes Verschulden in finanzielle Not geraten sind. Bezuschusst wird vor allem die Wiederbeschaffung von Gegenständen des täglichen Bedarfs.

„Das können ein Herd oder eine Matratze sein“, nennt Stiftungsratsvorsitzende Elfriede Küttinger als gängige Beispiele. Aber neuerdings kommen auch Nachzahlungen für Strom oder Heizung dazu, die die Leistungskraft eines älteren Menschen übersteigen. Sie weiß, dass gerade Menschen mit schmalem Geldbeutel weniger Chancen haben, für sie wichtige Informationen zu erhalten. Deshalb will sie besonders Multiplikatoren ansprechen. Die ihrerseits mögliche Betroffene über die Hilfsmöglichkeit informieren können: „Wir wollen Mut machen, sich zu rühren.“

Als direkte Ansprechpartnerinnen fungieren Lisa Hoffmann vom AWO-Kreisverband und Diakonin Beate Wagner, die die evangelische Seniorenarbeit in den Dekanaten Forchheim und Gräfenberg koordiniert. Besonders im ländlichen Raum, so wissen die beiden, kommen noch besondere Belastungen durch Entfernungen hinzu. „Bei Muggendorf links oben“, beschreibt Wagner die für Einheimische verständliche Situation. Dort lebt eine behinderte Frau, die ohne Hilfsmittel nicht mehr zu notwendigen Besorgungen in den größeren Ort im Wiesenttal kommt. Ihr gab die Anton-Landgraf-Stiftung einen Zuschuss für ein Elektromobil, so dass sie wieder am sozialen Leben teilnehmen kann.

Um Teilhabemöglichkeiten zu fördern, unterstützt die Anton-Landgraf-Stiftung auch soziale Projekte wie die Aktiven Bürger Forchheim , den Hospizverein, den Mittagstisch der Christuskirche oder den Ökumenischen Sozialladen. Da das Stiftungsvermögen aus Immobilien besteht, können die laufenden Mieterträge ausgeschüttet werden. „Es ist eine Stiftung auf Ewigkeit“, sagt Stifter Egon Landgraf. Und: Sie ist nicht eingeschränkt durch Nullzinsen wie Stiftungen, deren Vermögen aus Geldanlagen besteht.

Ein spezielles Problem haben des Öfteren Menschen in den landwirtschaftlich geprägten Ecken des Kreises Forchheim . Sie besitzen noch landwirtschaftliche Grundstücke , sind auf staatliche Sozialleistungen angewiesen. Um die im vollen Umfang zu erhalten, müssten sie diese verkaufen. Wenn es denn einen Käufer gäbe. Auch hier kann die Anton-Landgraf-Stiftung unterstützend einspringen.

Kontakt zur Stiftung:

Lisa Hoffmann, Kreisverband der AWO, Kasernstraße 7 in Forchheim , Telefon 09191/320990; Beate Wagner, Paul-Kellerstraße 19 in Forchheim , Telefon 09191/6219673.