Zahlreiche Gläubige trafen sich am Bahnhof von Kirchehrenbach zur gemeinsamen Wallfahrt nach Sankt Anna Weilersbach . War dies bisher immer eine gemeinsame Veranstaltung des bisherigen Seelsorgebereiches Ehrenbürg, der Pfarreien rund ums Walberla, so waren in diesem Jahr auch erstmals die Gläubigen aus dem gesamten Seelsorgebereich Fränkische Schweiz eingeladen, der sich von Pinzberg bis Obertrubach erstreckt.

Unter den Klängen der Kirchehrenbacher Musikkapelle und Leitung von Vorbeter Bastian Holzschuh machte man sich auf den Weg. Leitender Pfarrer Florian Stark und Pater Daniel Bara, der aus Indien stammt und seit April mit der Mitarbeit im Seelsorgebereich beauftragt wurde, begleiteten die Wallfahrer mit festlichem Glockengeläut in die Wallfahrtskirche.

Zu Beginn seiner Predigt stellte Pfarrer Stark die Fragen: „Was haben Anna, Otto, Hannah und ein Lagerregal gemeinsam? Was ist ein Palindrom?“ Die Antwort: Alle Wörter sind von hinten wie von vorne lesbar. Dieses „vorne wie hinten“ zog sich durch die gesamte Predigt.

Er forderte die Gläubigen auf, „Palindrome zu sein“: offen und ehrlich miteinander umzugehen, in allen Bereichen des persönlichen, des kirchlichen und politischen Lebens, wie Anna authentisch zu sein, innen wie außen, vorne und hinten, „damit man uns glaubt und damit wir ausstrahlen und anziehen und nicht abstoßen“.

In seinem Schlusswort machte er auf die angespannte Personalsituation im Seelsorgebereich aufmerksam. Der zu betreuende Bereich werde immer größer und das zur Verfügung stehende pastorale Personal immer weniger. Zusammen mit engagierten Laien könne dennoch vieles geleistet werden. Im Anschluss trafen sich viele Gläubige auf dem Kirchplatz, um den Wallfahrtstag ausklingen zu lassen. red