Auf kulturelle Angebote für Kinder musste man pandemiebedingt lange warten. Wie praktisch, dass der neue Künstlerische Leiter des Jungen Theaters Forchheim (jtf), Martin Borowski, sich zur Aufgabe gemacht hat, ein breiteres Angebot an Veranstaltungen für junges Publikum auf die Beine zu stellen.

Was liegt näher, als die eigene Inszenierung nach Forchheim in den Innenhof der Kaiserpfalz einzuladen? Realisiert wurde das Theaterstück „Angstmän“, wie das Landratsamt Forchheim mitteilt, von Hartmut El Kurdi bereits im Frühjahr am Chapeau Claque Kinder- und Jugendtheater in Bamberg.

Nachdem bereits die Familienvorstellung im Innenhof der Kaiserpfalz in Forchheim vom Regen verschont wurde und Familien bestens unterhielt, fanden die beiden Schulvorstellungen einen Tag später bei strahlendem Sonnenschein statt. Hierfür tat sich das Junge Theaters Forchheim zunächst mit dem Forchheimer Schulamt unter der Leitung von Cordula Haderlein zusammen. Mit ihrer Hilfe fanden sich schnell Schulen, die den Schülern einen einigermaßen versöhnlichen Schuljahrabschluss ermöglichen wollten: die Grundschule Hallerndorf, die Grundschule Buckenhofen-Burk und die Martinschule Forchheim . Das Bildungsbüro des Landratsamtes Forchheim sprang dazu mit finanzieller Unterstützung ein und übernahm einen Teil der Unkosten. Auf diese Weise musste kein Kind den vollen Ti cketpreis bezahlen.

Von der Angst des Alleinseins

So fieberten insgesamt 275 Schüler (verteilt auf zwei Vorstellungen unter Einhaltung aller Abstandsregeln) mit Jennifer, einem neunjährigen Mädchen , das nicht nur gegen die eigene Angst des Alleinseins kämpft, sondern auch noch zwei Superhelden versöhnen muss, die aus dem Nichts in ihrer Wohnung auftauchen: Angstmän und Pöbelmän.

In dem Theaterstück ging es um Ängste, Mobbing , aber auch um Mut und einen guten Umgang miteinander. Die Kooperationspartner sind sich einig, dass es gerade jetzt wichtig ist, „den Kindern Zugang zu kultureller Bildung und zu gemeinsamen Erlebnissen in ihren Klassenverbänden zu ermöglichen“.

Auf der Bühne standen: Anna-Prisca Burwitz, Alexander Krüger und Eike Ochs. red