Weder im Pfarrinfo noch in der Gottesdienstordnung war irgendein Hinweis auf dieses Jubiläum zu finden. Lediglich zu erfahren war, dass Pfarrer Hornung am 29. Juni um 9 Uhr für die Heilige Messe eingeteilt ist.

Und trotzdem wurde aus dem Hintergrund der Sakristei über Mesner Michael Ihle ein kleiner Festgottesdienst geplant. Die Lieder für den Gottesdienst hatte Andreas Hornung umsonst ausgewählt, denn Herr Friedl spielte auf seiner Klarinette eine ganz andere Auswahl.

Musikalischer Beginn

Mit „Großer Gott wir loben Dich“ begann der Gottesdienst .

30 Jahre Priester – und ein Drittel seiner Zeit wirkt Hornung als Seelsorger im Pfarreienverbund. Inzwischen übt er auch das Amt des stellvertretenden Dekans aus. Vor fünf Jahren sagte Pfarrer Andreas Hornung: „Das Abenteuer, Priester zu werden, habe ich nie bereut.“

Gott ist die Liebe, wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. (1 Joh. 4,16). Pfarrer Andreas Hornung ging in seiner kleinen Ansprache auf seinen Primizspruch ein.

Sich beschenken lassen

Er sagte: „So lange dieses Wort geglaubt und daran festgehalten wird, so lange wird die Kirche nicht untergehen. Wir brauchen uns nur dieser Liebe Gottes immer wieder neu zu öffnen und sich von ihr beschenken zu lassen. Wer in der Liebe bleibt, und Gewalt nicht mit Gewalt beantwortet, trägt dazu bei, dass die Kirche lebendig bleibt. Die Kirche ist trotz aller Negativschlagzeilen vorwiegend dort lebendig, wo sie nicht in den Schlagzeilen steht.“

Viele Möglichkeiten

An Beispielen verdeutlichte Pfarrer Hornung diese Lebendigkeit: Menschen, die den Kirchenschmuck mit Liebe gestalten; Gottesdienstbeauftragte, die mit Liebe und Sorgfalt ihre Gottesdienste vorbereiten und feiern; Menschen, die in die Kirche kommen, um zu beten.

„Diese tragen alle dazu bei, dass die Kirche lebendig ist und bleibt. Gleichzeitig zeugt das von Liebe, Freude und Lebendigkeit in unserer Kirche . So lange es diese Freude und Liebe gibt, so lange wird die Kirche nicht untergehen“, betonte der Jubilar.

Pfarrer Hornung erklärte am Ende seiner Ansprache, dass jeder Priester ein ganz normaler Mensch sei, nicht abgehoben. Seine spirituelle Seite, seine Vorliebe gilt der Schönschönstattgemeinschaft, der er angehört.

Zum Schluss wünschte er sich und allen Anwesenden, dass jeder zum Original werde, das andere anstecken und begeistern könne, ihren Weg in die Gemeinschaft der Kirche gut zu finden und dabei immer wieder Gottes Liebe zu begegnen.

H. Friedl verschönerte mit seinem Klarinettenspiel diesen Festtag . red