In der vergangenen Woche haben mit 14-monatiger Corona-Verspätung und weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit acht neue Ergonomiespezialisten die Ausbildung zum „Ergonomie-Instruktor für die Arbeitswelt“ absolviert. Aus ganz Deutschland und aus Österreich waren die Teilnehmer dieses internationalen Ausbildungskurses zum zweiten Praxisteil angereist. Diese letzten sehr arbeitsintensiven vier Tage verbrachten die Teilnehmer in angenehmer Atmosphäre und bei bestem Wetter im Landhotel Pfister in Weigelshofen .

Menschengerechte Arbeitsplätze

Ziel der mehrmonatigen Ausbildung zum „Ergonomie-Instruktor“ war es, die Fachleute aus Firmen, Instituten, Kliniken und Gesundheitseinrichtungen zu „Botschaftern“, „Agitatoren“, Lehrern und Unterweisern zum Thema „ Ergonomie “ zu machen. Künftig werden sie sich in ihrem Arbeitsumfeld um menschengerechte Arbeitsplatzeinrichtung, richtiges Verhalten mit optimaler Haltung, gute Rahmenbedingungen (Umgebung, Pausen et cetera) und stressfreies Arbeiten auch im Homeoffice kümmern. Grundlage dafür sind einerseits die gesetzlichen Verpflichtungen von Arbeitgebern , sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Andererseits ist auch ein Eigeninteresse der Arbeitgeber vorhanden, die immer knapper werdenden qualifizierten Mitarbeiter „arbeitsfähig“ zu halten.

Den krönenden Abschluss der Qualifizierung bildet immer ein Besuch in einem Unternehmen zur Ergonomie-Analyse, um die Theorie einem Praxistest zu unterziehen. Dieses Mal durfte die Gruppe bei der Popp GmbH & Co. KG im Forchheimer Süden hineinschauen, aber auch andere Firmen in Forchheim wie zum Beispiel die Gebrüder Waasner GmbH, Infiana GmbH, Prozeda GmbH oder Fahrzeug Leopold wurden in den Vorjahren schon besucht.

Der „echte“ Abschluss war die vom Tüv Rheinland und dem Just-Institut abgehaltene Prüfung, womit die Absolventen den Titelzusatz „mit Tüv-Rheinland geprüfter Qualifikation“ erhalten. Da diese Ausbildung mit Tüv-Zertifikat einmalig im ganzen deutschsprachigen Raum ist, sind auch immer wieder Teilnehmer aus den Nachbarländern dabei, neben Österreich aus der Schweiz, Ungarn, Holland und Luxemburg.

Spezialisierte Referenten

Seit 25 Jahren ist das Forchheimer Just-Institut für Gesundheit und Management in der Ausbildung von Gesundheitsspezialisten in Ergonomie und Schmerz-Selbsttherapie tätig. Das Team von Institutsgründer Manfred Just wird mittlerweile von weiteren auf Ergonomie spezialisierten Referenten unterstützt. Und auch die nächste Institutsgeneration ist in Person von Susanne Just dabei, die seit Jahren als Referentin im Team ist und dieses Mal auch als Prüferin aktiv war.

Übrigens: Der nächste Kurs ist im Herbst geplant – noch sind Plätze frei. red